Aktualisiert am 11. September 2026 · Lesezeit: 10 Min.
Nachsendeauftrag Abzocke? Warnung vor teuren Drittanbietern
Von Lena Hartwig · Fachredakteurin Umzug & Postdienste · Zuletzt geprüft: 11. September 2026
Sie wollen einen Nachsendeauftrag einrichten und stoßen auf Websites, die verdächtig teuer sind? Die Verbraucherzentralen warnen vor unseriösen Drittanbietern, die den Nachsendeservice der Deutschen Post zu überhöhten Preisen weiterverkaufen. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie seriöse von unseriösen Anbietern unterscheiden — und wann ein Drittanbieter tatsächlich sinnvoll ist.
Eine Offenlegung vorweg: nachsendeauftrag.help ist selbst ein privater Dienstleister. Wir gehören nicht zur Deutschen Post AG, stehen in keiner Verbindung zu ihr, und unser Service kostet mehr als der direkte Weg. Diese Seite ist deshalb so gebaut, dass Sie sie auch dann mit einem vollständigen Bild verlassen, wenn Sie am Ende selbst bei der Post bestellen — inklusive Anleitung und Link dorthin.
Das Wichtigste in Kürze
- Der direkte Weg ist der günstigste. Bei der Deutschen Post kostet der private Nachsendeauftrag 31,90 € online und 34,90 € an Poststation oder Filiale, jeweils für sechs Monate. Geschäftlich: 51,90 € und 54,90 €.
- Nicht jeder Drittanbieter ist unseriös. Überprüfbar sind: vollständiges Impressum, Endpreis inklusive Postgebühr vor dem Kauf, klare Abgrenzung zur Post, auffindbare Widerrufsbelehrung, transparente Laufzeit und Kündigung, übliche Zahlungsarten, erreichbarer Support.
- In eigener Sache: Wer selbst bestellt, zahlt weniger. Unser Mehrwert ist die Abwicklung und die Fristenüberwachung, nicht ein günstigerer Preis.
- Schon bezahlt? Widerrufsbelehrung des Anbieters heraussuchen, schriftlich widerrufen, Zahlungsdienstleister einschalten, Verbraucherzentrale fragen — und alles dokumentieren.
- Was kein Anbieter ändern kann: Der Auftrag gilt nur für Briefsendungen, DHL-Pakete sind nicht enthalten. Seit Januar 2025 gibt es nur noch sechs Monate Laufzeit. Vorlauf zwei bis drei Wochen, Minimum fünf Werktage, rückwirkend nicht möglich.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Das Problem: täuschend echte Fake-Seiten
- 2. Preisvergleich: Post direkt vs. Drittanbieter
- 3. Woran Sie einen unseriösen Anbieter erkennen
- 4. Was die Verbraucherzentralen sagen
- 5. Der direkte Weg bei der Post
- 6. Was tun, wenn Sie schon bezahlt haben?
- 7. Wann ein Dienstleister sich lohnt
- 8. Transparenz: Was kostet unser Service?
- 9. Weitere Tipps für einen sicheren Auftrag
- Häufige Fragen
Das Problem: Täuschend echte Websites verkaufen den Nachsendeauftrag teuer weiter
Wer bei Google nach „Nachsendeauftrag“ sucht, stößt nicht immer zuerst auf die offizielle Seite der Deutschen Post. Stattdessen erscheinen zahlreiche Drittanbieter-Websites, die dem Auftritt der Post zum Verwechseln ähnlich sehen: gelb-schwarzes Design, offizielle Logos, ähnliche Formulierungen. Der Unterschied? Der Preis — und zwar ein erheblicher.
Diese Anbieter richten den Nachsendeauftrag bei der Deutschen Post für Sie ein. Das klingt zunächst wie ein nützlicher Service. Das Problem ist jedoch, dass viele dieser Seiten nicht klar kommunizieren, dass sie Drittanbieter sind. Kunden glauben, sie bestellen direkt bei der Post — und zahlen ein Vielfaches der 31,90 €, ohne den Unterschied zu bemerken.
Die Masche ist immer ähnlich: ein professionell gestaltetes Formular, das aussieht wie von der Deutschen Post. Erst im Kleingedruckten oder auf der Rechnung wird klar, dass hier ein Vermittler am Werk ist. Teils wird der tatsächliche Preis erst im letzten Schritt oder sogar erst nach der Bezahlung transparent.
Eine Unterscheidung geht dabei oft unter: Ein Aufschlag allein ist keine Abzocke. Ein Dienstleister darf Geld dafür verlangen, dass er eine Aufgabe übernimmt. Problematisch wird es dort, wo jemand den Eindruck erweckt, die Post selbst zu sein, oder wo der Endpreis vor dem Kauf nicht erkennbar ist. An dieser Linie entlang ist der Rest der Seite aufgebaut.
Wichtig zu wissen
Die offizielle Website der Deutschen Post für Nachsendeaufträge lautet: shop.deutschepost.de. Jede andere Domain ist ein Drittanbieter — egal wie ähnlich das Design aussieht. Prüfen Sie immer die URL in der Adressleiste Ihres Browsers.
Preisvergleich: Was kostet der Nachsendeauftrag wirklich?
Der Maßstab für jedes Angebot ist der Preis, den die Deutsche Post selbst aufruft — er ist öffentlich einsehbar. Hier die aktuellen Kosten für einen Nachsendeauftrag:
| Nachsendeauftrag, 6 Monate | online | Poststation / Filiale |
|---|---|---|
| privat | 31,90 € | 34,90 € |
| geschäftlich | 51,90 € | 54,90 € |
Seit Januar 2025 bietet die Post ausschließlich sechs Monate Laufzeit an; die früheren 12-Monats-Tarife wurden gestrichen. Eine Verlängerung im Wortsinn gibt es nicht — wer länger absichern will, braucht einen kompletten Neuauftrag mit Anschlussdatum, der erneut bezahlt wird.
Jeder Drittanbieter rechnet auf diese Gebühr einen Serviceaufschlag. Wie hoch er ausfällt, ist von Anbieter zu Anbieter verschieden und lässt sich nicht pauschal beziffern. Die Rechnung können Sie aber selbst aufmachen:
- Postgebühr: 31,90 € privat online, 34,90 € an Poststation oder Filiale, je sechs Monate. Fester, öffentlicher Wert.
- Endpreis des Anbieters: muss vor der Eingabe persönlicher Daten sichtbar sein, inklusive aller Gebühren.
- Aufschlag: Endpreis minus Postgebühr. Das ist der Betrag, den Sie für die Abwicklung zahlen — und die Zahl, an der sich die Gegenleistung messen lassen muss.
Der entscheidende Unterschied liegt nicht allein im Preis, sondern in der Transparenz. Ein Drittanbieter, der offen kommuniziert, dass er kein Teil der Deutschen Post ist, einen nachvollziehbaren Service bietet und den Endpreis vorab nennt, ist legitim. Problematisch wird es, wenn der Anbieter bewusst täuschend auftritt. Unsere eigene Rechnung steht weiter unten im Abschnitt zur Transparenz.
Woran Sie einen unseriösen Anbieter erkennen
Sie müssen keinem Anbieter glauben, was er über sich selbst schreibt. Sieben Merkmale können Sie in wenigen Minuten selbst überprüfen, bevor Sie etwas eingeben oder bezahlen:
- Impressum vorhanden und vollständig. Firmenname, Rechtsform, ladungsfähige Anschrift, Kontaktmöglichkeit, bei Registereintrag zusätzlich Registernummer und USt-IdNr. Ein reines Postfach, nur ein Kontaktformular oder ein Impressum, das sich von der Startseite aus nicht erreichen lässt: Warnzeichen.
- Preis inklusive Postgebühr klar ausgewiesen. Der Endpreis muss stehen, bevor Sie Namen, Adresse oder Zahlungsdaten eingeben. Suchen Sie die Aussage, ob die Postgebühr enthalten ist — fehlt sie, wissen Sie nicht, ob später eine zweite Rechnung kommt.
- Abgrenzung zur Deutschen Post erkennbar. Auf der Startseite muss ohne Suchen klar werden, dass es nicht die Deutsche Post AG ist. Achten Sie auf die Domain, auf nachgeahmte Logos und auf Formulierungen wie „offizieller Service“, die eine Nähe suggerieren, die nicht besteht.
- Widerrufsbelehrung vorhanden und auffindbar. Üblicherweise im Seitenfuß verlinkt. Lesen Sie sie: Dort steht, ab wann die Frist läuft und unter welchen Bedingungen das Widerrufsrecht bei Dienstleistungen vorzeitig erlöschen kann.
- Vertragslaufzeit und Kündigung transparent. Läuft eine Mitgliedschaft, ein Paket oder ein Abonnement mit? Dann muss ebenso klar stehen, wie und bis wann Sie kündigen. Ein einmaliger Auftrag sollte ausdrücklich als einmalig bezeichnet sein.
- Zahlungsarten. Kreditkarte, PayPal oder Lastschrift geben Ihnen im Streitfall einen zweiten Ansprechpartner. Wird ausschließlich Vorkasse per Überweisung verlangt, brechen Sie ab.
- Erreichbarkeit. Testen Sie den Support vor der Bestellung mit einer kurzen E-Mail. Keine Antwort, tote Telefonnummer oder eine Bandansage zurück auf die Website sagen Ihnen, was Sie im Problemfall erwartet.
Seriös und unseriös auf einen Blick
| Prüfpunkt | Seriöser Anbieter | Unseriöser Anbieter |
|---|---|---|
| Impressum | Vollständig: Firmenname, Adresse, Kontakt, USt-ID | Kein oder unvollständiges Impressum, fehlende Adresse |
| Abgrenzung | Klare Drittanbieter-Kennzeichnung, wird offen gesagt | Täuschende Post-Ähnlichkeit: Logos, Farben, Design |
| Preis | Endpreis inklusive Postgebühren vor dem Kauf sichtbar | Versteckte Kosten, Preis erst nach Dateneingabe |
| Widerruf | Belehrung leicht auffindbar, Frist und Bedingungen genannt | Kein Widerruf oder schwer auffindbar, Storno erschwert |
| Leistung | Echter Mehrwert erkennbar: Abwicklung, Fristen, Support | Kein erkennbarer Mehrwert, nur Weiterleitung an die Post |
| Rechtstexte | AGB und Datenschutzerklärung vollständig vorhanden | Rechtstexte fehlen, sind kopiert oder generisch |
| Support | Erreichbar per E-Mail, Telefon oder Chat | Keine Antworten auf E-Mails oder Anrufe |
Nehmen Sie sich vor der Bestellung zwei Minuten Zeit. In den meisten Fällen reicht schon ein Blick auf das Impressum und die Preisangabe, um seriöse von unseriösen Anbietern zu unterscheiden.
Was die Verbraucherzentralen zu dem Thema sagen
Mehrere Verbraucherzentralen haben zum Nachsendeauftrag eigene Beiträge veröffentlicht, in denen sie vor teuren privaten Anbietern warnen. Die Kritiklinie ist über die Jahre dieselbe geblieben:
- Täuschende Aufmachung: Websites, die den Eindruck erwecken, offizielle Post-Seiten zu sein
- Überhöhte Preise: Für die bloße Weiterleitung des Auftrags wird ein Vielfaches der Postgebühr verlangt
- Mangelnde Transparenz: Der tatsächliche Anbieter und die Kosten werden verschleiert
- Aggressive Werbung: Bezahlte Anzeigen in Suchmaschinen, die vor den offiziellen Ergebnissen erscheinen
Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein führt das Thema unter „Vorsicht vor teuren Internetseiten“ und rät, den Auftrag über die offizielle Post-Website oder in der Filiale zu stellen. Auch die Verbraucherzentrale Hessen hat einen eigenen Beitrag zu teuren privaten Anbietern. Lesen Sie beide im Original, statt sich auf unsere Zusammenfassung zu verlassen — wir sind in dieser Frage nicht neutral.
Uns ist bewusst, wie es klingt, wenn ausgerechnet ein privater Anbieter diese Warnungen zitiert. Deshalb gilt für uns dieselbe Messlatte: Der Preis steht vor der Bestellung sichtbar da, die Postgebühr ist enthalten und wird beziffert, und dass wir nicht die Deutsche Post sind, steht im Seitenfuß jeder Seite.
Typische Warnsignale
- Domain enthält Begriffe wie „nachsendeauftrag“ oder „post-nachsendung“, ist aber nicht deutschepost.de
- Preis wird erst nach Eingabe persönlicher Daten angezeigt
- Kein Hinweis auf der Startseite, dass es sich um einen Drittanbieter handelt
- Logos oder Farbgebung der Deutschen Post werden nachgeahmt
Der direkte Weg bei der Post: Schritt für Schritt
Der direkte Weg gehört auf diese Seite — vollständig und mit Link. Wenn Sie den Auftrag selbst stellen, zahlen Sie 31,90 € für sechs Monate (privat, online) und sonst nichts. Der Weg führt über shop.deutschepost.de.
- Seite der Post aufrufen. shop.deutschepost.de öffnen, Bereich „Nachsendeservice“. Die Adresse im Zweifel direkt eintippen, statt über eine Suchmaschine zu gehen.
- Privat oder geschäftlich wählen. Für einen normalen Umzug ist „Privat“ richtig; für einen Firmensitz gelten 51,90 € online beziehungsweise 54,90 € in der Filiale.
- Alte Adresse eingeben — genau so, wie sie am bisherigen Briefkasten steht, mit allen Nachnamen und Zusätzen wie Aufgang, Stockwerk oder „c/o“.
- Neue Adresse eingeben. Postleitzahl gegenprüfen; eine falsche PLZ ist einer der häufigsten Fehler.
- Startdatum festlegen. Mindestens fünf Werktage Vorlauf, empfohlen zwei bis drei Wochen. Rückwirkend geht es nicht.
- Bezahlen. Online per Kreditkarte oder PayPal; in der Filiale kommen die dort üblichen Zahlungsarten dazu, der Auftrag kostet dann 34,90 €.
- Bestätigung prüfen und aufbewahren. Beide Adressen, alle Namen, Startdatum gegenlesen. Die Auftragsnummer brauchen Sie für jede spätere Rückfrage.
Ausführlicher steht der Ablauf in unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung. Ob sich der Gang in die Filiale lohnt, vergleicht der Ratgeber Online vs. Filiale.
Zwei Suchanfragen, die Sie sich sparen können: Ein Formular zum Ausdrucken stellt die Post nicht bereit — die Hintergründe stehen im Ratgeber Nachsendeauftrag Formular PDF. Und kostenlos ist der Auftrag bei niemandem, auch nicht bei der Post; kostenlos ist allein die Umzugsmitteilung, die etwas anderes leistet (Nachsendeauftrag kostenlos).
Was kein Anbieter leisten kann
Der Nachsendeauftrag gilt für Briefsendungen. DHL-Pakete sind nicht enthalten — auch nicht deshalb, weil DHL zur Deutsche Post DHL Group gehört; Brief- und Paketnetz sind getrennt. Verspricht ein Anbieter „alle Sendungsarten“ oder „Pakete inklusive“, ist das falsch.
Was tun, wenn Sie auf einen unseriösen Anbieter reingefallen sind?
Wenn Sie bereits bestellt und bezahlt haben, gehen Sie der Reihe nach vor. Die folgenden Hinweise sind eine allgemeine Orientierung und keine Rechtsberatung — für Ihren Fall ist die Verbraucherzentrale oder eine Rechtsberatung zuständig.
Widerrufsrecht prüfen und nutzen
Bei Verträgen im Internet besteht für Verbraucher in der Regel ein Widerrufsrecht von 14 Tagen, das bei Dienstleistungen üblicherweise ab Vertragsschluss läuft. Maßgeblich ist die Widerrufsbelehrung des jeweiligen Anbieters — dort steht auch, ob das Recht vorzeitig erlischt, etwa wenn die Leistung auf Ihren ausdrücklichen Wunsch bereits vollständig erbracht wurde. Widerrufen Sie in Textform per E-Mail, nutzen Sie ein vorhandenes Muster-Widerrufsformular und bewahren Sie den Nachweis auf.
Zahlungsdienstleister einschalten
Reagiert der Anbieter nicht, ist Ihr Zahlungsweg der zweite Hebel: bei Kreditkarte die Bank oder der Kartenanbieter (Rückbuchung, Chargeback), bei PayPal der Käuferschutz, bei Lastschrift der Widerspruch über Ihre Bank. Welche Fristen und Bedingungen gelten, sagt Ihnen Ihr Zahlungsdienstleister — fragen Sie dort direkt und legen Sie Bestellbestätigung und Widerrufsnachweis vor.
Verbraucherzentrale kontaktieren
Die Verbraucherzentralen beraten persönlich und telefonisch zu Ihrem konkreten Fall. Ein Teil der Beratungen ist kostenlos, für andere fällt ein Entgelt an; die Konditionen unterscheiden sich je nach Bundesland und Beratungsform.
Alles dokumentieren
Sichern Sie Screenshots der Website, Bestellbestätigung, E-Mails und Zahlungsbelege. Diese Dokumente sind wichtig für eine mögliche Auseinandersetzung oder eine Meldung bei der Verbraucherzentrale. Je lückenloser die Dokumentation, desto besser Ihre Chancen.
Schnell handeln: Die Widerrufsfrist ist kurz und beginnt bei Dienstleistungen in der Regel bereits mit dem Vertragsschluss. Je früher der Widerruf eingeht, desto unkomplizierter die Rückabwicklung. Und zur Einordnung: Ein zu teurer Kauf ist noch kein Betrug im strafrechtlichen Sinn — wer dagegen den Eindruck erweckt, eine andere Firma zu sein, bewegt sich auf anderem Terrain. Das zu beurteilen ist Sache der Verbraucherzentralen, der Wettbewerbsverbände und der Gerichte, nicht unsere.
Was ein Dienstleister leistet — und wann er sich lohnt
Trotz aller berechtigten Warnungen gibt es Situationen, in denen ein Drittanbieter echten Mehrwert bietet. Entscheidend ist, welchen konkreten Nutzen der Service hat und ob der Preis transparent kommuniziert wird.
Seit Januar 2025 bietet die Post nur noch sechs Monate Laufzeit an. Für viele Umziehende ist das zu kurz: Behörden, Versicherungen, Online-Shops und Abonnements brauchen teilweise Monate, bis sie eine Adressänderung verarbeitet haben.
Den Ablauftermin im Blick behalten
Sechs Monate sind schnell herum, und der Termin fällt in eine Zeit, in der niemand mehr an den Umzug denkt. Wir behalten den Ablauftermin im Blick und melden uns rechtzeitig.
Längere Absicherung organisieren
Die Post kennt nur sechs Monate. Wer zwölf oder 24 Monate abgesichert sein will, braucht eine Kette von Anschlussaufträgen mit passendem Startdatum — genau die organisieren wir.
Die Abwicklung übernehmen
Kein Formular, kein Gang zur Filiale, kein Post-Kundenkonto. Sie geben Ihre Daten einmal ein, wir stellen den Auftrag und prüfen die Angaben vorher gegen.
Wann er sich nicht lohnt
- Sie brauchen nur sechs Monate. Dann gibt es nichts zu überwachen — bestellen Sie direkt bei der Post für 31,90 €.
- Sie führen ohnehin einen Kalender. Wer sich den Ablauftermin notiert und rechtzeitig neu bestellt, bezahlt für etwas, das er schon hat.
- Es geht Ihnen um Pakete. Daran kann kein Dienstleister etwas ändern.
- Sie achten auf den Preis. Der Aufschlag ist real. Wenn er Ihnen die Sache nicht wert ist, ist das eine richtige Entscheidung.
Der Maßstab bleibt: Der Aufschlag muss durch eine Leistung gedeckt sein, die Sie sonst selbst erbringen müssten. Ob Ihnen das den Betrag wert ist, entscheiden Sie — nicht der Anbieter und nicht diese Seite.
Transparenz: Was kostet unser Service und warum?
Wir bei nachsendeauftrag.help sind selbst ein Drittanbieter — und stehen dazu. Betreiber ist die Chad LLC; die vollständigen Angaben stehen im Impressum. Wir gehören nicht zur Deutschen Post AG. Deshalb legen wir Preise und Leistungen offen:
| Laufzeit | Unser Preis | Davon Postgebühr | Davon Servicegebühr |
|---|---|---|---|
| 6 Monate | 129,90 € | 31,90 € | 98,00 € |
| 12 Monate | 239,90 € | 2 × 31,90 € | 176,10 € |
| 24 Monate | 449,90 € | 4 × 31,90 € | 322,30 € |
Die Postgebühren sind enthalten, eine zweite Rechnung der Post bekommen Sie nicht. Bei den längeren Laufzeiten steckt die Gebühr mehrfach drin, weil die Post nur sechs Monate am Stück kennt und jeder Anschlussauftrag erneut kostet. Unsere Servicegebühr deckt:
- Einrichtung des Auftrags bei der Deutschen Post — Sie müssen nichts selbst tun
- Prüfung Ihrer Angaben, damit Namensschreibweise, Adresszusatz und Startdatum zusammenpassen
- Fristenüberwachung — wir behalten den Ablauftermin im Blick und organisieren bei den längeren Laufzeiten den Anschlussauftrag
- Kundensupport per E-Mail
- Widerrufsrecht nach den gesetzlichen Regeln; Einzelheiten inklusive der Fälle, in denen es vorzeitig erlischt, stehen in unserer Widerrufsbelehrung
Ist unser Service teurer als die direkte Bestellung bei der Post? Ja, natürlich. Das verschweigen wir nicht. Wenn Sie den Nachsendeauftrag für sechs Monate selbst einrichten möchten und sich das zutrauen, können Sie das für 31,90 € tun — direkt auf shop.deutschepost.de. Wer selbst bestellt, zahlt weniger.
Unser Service richtet sich an Menschen, die länger als sechs Monate abgesichert sein wollen, die sich nicht mit dem Post-Formular befassen möchten oder die den Ablauftermin nicht selbst im Blick behalten wollen. Unser Mehrwert ist die Abwicklung und die Fristenüberwachung — kein günstigerer Preis. Die Gegenüberstellung aller Wege steht im Ratgeber zu den Nachsendeauftrag-Kosten.
Weitere Tipps für einen sicheren Nachsendeauftrag
Unabhängig davon, ob Sie direkt bei der Post oder über einen Drittanbieter bestellen:
- Frühzeitig bestellen: empfohlen zwei bis drei Wochen Vorlauf, Minimum fünf Werktage vor dem Starttag. Rückwirkend funktioniert eine Nachsendung nicht.
- URL prüfen: Achten Sie auf shop.deutschepost.de in der Adressleiste, wenn Sie direkt bei der Post bestellen möchten.
- Preise vergleichen: Notieren Sie den Endpreis, bevor Sie Daten eingeben — und ziehen Sie die Postgebühr ab, um den tatsächlichen Aufschlag zu sehen.
- Erfahrungen und Bewertungen lesen: Achten Sie auf Datum und Konkretheit. Ein Bericht, der einen nachvollziehbaren Ablauf schildert, sagt mehr als viele gleichlautende Sternebewertungen ohne Text.
- Impressum kontrollieren: Ein fehlendes oder unvollständiges Impressum ist das deutlichste Warnsignal.
- Nachsendung ersetzt keine Ummeldung: Der Auftrag verschafft Ihnen Zeit, nimmt Ihnen aber nicht ab, Bank, Versicherung, Arbeitgeber und Behörden die neue Adresse mitzuteilen.
Nachsendeauftrag über uns einrichten lassen
Wir stellen den Auftrag bei der Deutschen Post, prüfen Ihre Angaben vorher gegen und behalten den Ablauftermin im Blick. Die Postgebühren sind enthalten. Günstiger als der direkte Weg ist das nicht — wer selbst bestellt und selbst an den Termin denkt, zahlt weniger.
Laufzeit wählen und beauftragen →129,90 € für 6 Monate · 239,90 € für 12 Monate · 449,90 € für 24 Monate · Postgebühren enthalten. Direkt bei der Deutschen Post: 31,90 € online für 6 Monate.
Lieber selbst stellen? Anleitung: die drei Wege zum Nachsendeauftrag
Häufige Fragen zur Nachsendeauftrag-Abzocke
Ist jeder Nachsendeauftrag-Drittanbieter unseriös?
Nein. Es gibt Anbieter, die einen echten Mehrwert bieten — etwa die komplette Abwicklung, die Organisation von Anschlussaufträgen über die 6-Monats-Grenze der Post hinaus und persönlichen Support. Entscheidend sind Preistransparenz, ein vollständiges Impressum, eine klare Kennzeichnung als Drittanbieter und eine auffindbare Widerrufsbelehrung. Unseriös sind Anbieter, die bewusst den Eindruck erwecken, die offizielle Post-Seite zu sein.
Was kann ich tun, wenn ich auf einen unseriösen Anbieter hereingefallen bin?
Handeln Sie schnell. Suchen Sie die Widerrufsbelehrung des Anbieters heraus und widerrufen Sie in Textform per E-Mail — bei Verträgen im Internet besteht in der Regel ein 14-tägiges Widerrufsrecht, das bei Dienstleistungen ab Vertragsschluss läuft und unter bestimmten Bedingungen vorzeitig erlöschen kann. Reagiert der Anbieter nicht, wenden Sie sich an Ihren Zahlungsdienstleister: bei Kreditkarte wegen einer Rückbuchung, bei PayPal an den Käuferschutz. Die Verbraucherzentrale berät zu Ihrem Fall. Dokumentieren Sie alles.
Warum kostet ein Nachsendeauftrag bei Drittanbietern mehr als bei der Post?
Seriöse Drittanbieter berechnen eine Servicegebühr für die Abwicklung, den Support und Zusatzleistungen wie die Fristenüberwachung über sechs Monate hinaus. Die Postgebühr (31,90 € für sechs Monate online, privat) sollte im Preis enthalten sein — prüfen Sie, ob das ausdrücklich dasteht. Unseriöse Anbieter verlangen hohe Preise, ohne einen nennenswerten Mehrwert zu liefern.
Woran erkenne ich die offizielle Deutsche-Post-Website?
Die offizielle Seite der Deutschen Post für Nachsendeaufträge läuft unter der Domain shop.deutschepost.de. Achten Sie auf die URL in der Adressleiste — nur Adressen unterhalb von deutschepost.de gehören zur Deutschen Post. Jede andere Domain ist ein Drittanbieter, egal wie ähnlich das Design aussieht. Im Zweifelsfall geben Sie deutschepost.de direkt in die Adressleiste ein, statt über eine Suchmaschine zu gehen.
Was kostet der Nachsendeauftrag direkt bei der Deutschen Post?
Privat 31,90 € online und 34,90 € an Poststation oder Filiale, jeweils für sechs Monate; geschäftlich 51,90 € beziehungsweise 54,90 €. Seit Januar 2025 gibt es nur noch diese eine Laufzeit. Wer länger absichern will, braucht einen kompletten Neuauftrag mit Anschlussdatum, der erneut bezahlt wird.
Ist nachsendeauftrag.help die Deutsche Post?
Nein. nachsendeauftrag.help ist ein privater Dienstleister, betrieben von der Chad LLC, und steht in keiner Verbindung zur Deutschen Post AG. Wir stellen den Nachsendeauftrag in Ihrem Auftrag bei der Post und verlangen dafür einen Aufschlag auf die Postgebühr: 129,90 € für sechs Monate, 239,90 € für zwölf, 449,90 € für 24 Monate, Postgebühren enthalten. Direkt bei der Post zahlen Sie für sechs Monate 31,90 €.
Ist ein Drittanbieter-Nachsendeauftrag Betrug?
Ein Aufschlag allein ist kein Betrug — ein Dienstleister darf für die Übernahme einer Aufgabe Geld verlangen, solange Preis und Rolle klar erkennbar sind. Kritisch wird es, wenn jemand den Eindruck erweckt, die Deutsche Post selbst zu sein, oder den Endpreis bis nach der Dateneingabe verschleiert. Ob im Einzelfall etwas Strafbares oder Wettbewerbswidriges vorliegt, beurteilen Verbraucherzentralen, Wettbewerbsverbände und Gerichte — nicht wir.
Was muss im Impressum eines seriösen Anbieters stehen?
Firmenname und Rechtsform, eine ladungsfähige Anschrift (kein reines Postfach), eine Kontaktmöglichkeit wie E-Mail oder Telefonnummer, bei eingetragenen Unternehmen zusätzlich Registergericht und Registernummer sowie gegebenenfalls die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. Wichtig ist außerdem, dass das Impressum von jeder Seite aus mit einem Klick erreichbar ist.
Kann ich einen Nachsendeauftrag bei einem Drittanbieter widerrufen?
In der Regel ja — bei im Internet geschlossenen Verträgen steht Verbrauchern grundsätzlich ein 14-tägiges Widerrufsrecht zu. Bei Dienstleistungen gilt eine Einschränkung: Das Recht kann vorzeitig erlöschen, wenn Sie dem sofortigen Beginn ausdrücklich zugestimmt haben und die Leistung bereits vollständig erbracht ist. Was genau gilt, steht in der Widerrufsbelehrung des Anbieters — bei uns in der Widerrufsbelehrung. Lesen Sie sie vor der Bestellung, nicht danach.
Gibt es den Nachsendeauftrag irgendwo kostenlos?
Nein. Der Nachsendeauftrag der Deutschen Post kostet Geld, privat 31,90 € online für sechs Monate. Kostenlos ist allein die Umzugsmitteilung, bei der teilnehmende Unternehmen Ihre neue Adresse erhalten — sie leitet aber keine Post weiter. Wer einen „kostenlosen Nachsendeauftrag“ bewirbt, meint etwas anderes oder verrechnet die Kosten anderswo. Die Unterschiede stehen im Ratgeber Nachsendeauftrag kostenlos.
Weiterlesen
Quellen
- Deutsche Post AG, „Nachsendeservice“, abgerufen am 11.09.2026 — Quelle
- Deutsche Post AG, „Nachsendeservice im Online-Shop“, abgerufen am 11.09.2026 — Quelle
- Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein, „Nachsendeauftrag bei Umzug: Vorsicht vor teuren Internetseiten“, abgerufen am 11.09.2026 — Quelle
- Verbraucherzentrale Hessen, „Nachsendeauftrag: Vorsicht vor teuren privaten Anbietern“, abgerufen am 11.09.2026 — Quelle
- Verbraucherzentrale, „Beratung finden“, abgerufen am 11.09.2026 — Quelle