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Aktualisiert am 7. April 2026 · Lesezeit: 12 Min.

Nachsendeauftrag Abzocke? Warnung vor teuren Drittanbietern

Sie wollen einen Nachsendeauftrag einrichten und stossen auf Websites, die verdaechtig teuer sind? Die Verbraucherzentralen warnen regelmaessig vor unseriösen Drittanbietern, die den Nachsendeservice der Deutschen Post zu ueberhöhten Preisen weiterverkaufen. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie seriöse von unseriösen Anbietern unterscheiden – und wann ein Drittanbieter tatsaechlich sinnvoll ist.

Warnung der Verbraucherzentralen

Mehrere Verbraucherzentralen warnen vor Websites, die wie die offizielle Seite der Deutschen Post aussehen, aber tatsaechlich teure Drittanbieter-Services sind. Preise von bis zu 180 Euro fuer einen einfachen 6-Monats-Nachsendeauftrag sind keine Seltenheit.

Das Problem: Taeuschend echte Websites verkaufen den Nachsendeauftrag teuer weiter

Wer bei Google nach „Nachsendeauftrag“ sucht, stösst nicht immer zuerst auf die offizielle Seite der Deutschen Post. Stattdessen erscheinen zahlreiche Drittanbieter-Websites, die dem Auftritt der Post zum Verwechseln aehnlich sehen: gelb-schwarzes Design, offizielle Logos, aehnliche Formulierungen. Der Unterschied? Der Preis – und zwar ein erheblicher.

Diese Anbieter richten den Nachsendeauftrag bei der Deutschen Post fuer Sie ein. Das klingt zunaechst wie ein nuetzlicher Service. Das Problem ist jedoch, dass viele dieser Seiten nicht klar kommunizieren, dass sie Drittanbieter sind. Kunden glauben, sie bestellen direkt bei der Post – und zahlen statt 28,90 Euro ploetzlich 80, 120 oder sogar 180 Euro.

Die Masche ist immer aehnlich: Ein professionell gestaltetes Formular, das aussieht wie von der Deutschen Post. Erst im Kleingedruckten oder auf der Rechnung wird klar, dass hier ein Vermittler am Werk ist. In vielen Faellen wird der tatsaechliche Preis erst im letzten Schritt oder sogar erst nach der Bezahlung transparent.

Wichtig zu wissen

Die offizielle Website der Deutschen Post fuer Nachsendeauftraege lautet: shop.deutschepost.de. Jede andere Domain ist ein Drittanbieter – egal wie aehnlich das Design aussieht. Pruefen Sie immer die URL in der Adressleiste Ihres Browsers.

Preisvergleich: Was kostet der Nachsendeauftrag wirklich?

Um das Ausmass des Problems zu verdeutlichen, hier ein Vergleich der typischen Kosten fuer einen Nachsendeauftrag:

Anbieter Preis (6 Monate) Aufpreis zur Post Transparenz
Deutsche Post (direkt) 28,90 € Offiziell
Seriöser Drittanbieter 59 – 139 € 30 – 110 € Offen kommuniziert
Unseriöser Anbieter 89 – 180 € 60 – 151 € Versteckt / taeuscht

Der entscheidende Unterschied liegt nicht allein im Preis, sondern in der Transparenz. Ein Drittanbieter, der offen kommuniziert, dass er kein Teil der Deutschen Post ist, einen nachvollziehbaren Service bietet und faire Preise verlangt, ist legitim. Problematisch wird es, wenn der Anbieter bewusst taeuschend auftritt.

Checkliste: Seriöse vs. unseriöse Anbieter erkennen

Bevor Sie einen Nachsendeauftrag ueber einen Drittanbieter beauftragen, pruefen Sie die folgenden Punkte. Diese Checkliste hilft Ihnen, seriöse Anbieter von Abzockern zu unterscheiden:

Seriös vs. Unseriös – Anbieter-Check Seriöser Anbieter Unseriöser Anbieter Vollstaendiges Impressum Firmenname, Adresse, Kontakt, USt-ID Klare Drittanbieter-Kennzeichnung Kein offizieller Post-Service – wird offen gesagt Preistransparenz vor dem Kauf Endpreis inkl. Post-Gebuehren sichtbar 14 Tage Widerrufsrecht Gesetzlich vorgeschrieben, leicht auffindbar Echter Mehrwert erkennbar z.B. Verlaengerung, Support, Abwicklung AGB und Datenschutzerklaerung Vollstaendige Rechtstexte vorhanden Erreichbarer Kundensupport E-Mail, Telefon oder Chat verfuegbar Kein oder unvollstaendiges Impressum Fehlende Adresse, keine Kontaktdaten Taeuschende Post-Aehnlichkeit Logos, Farben, Design wie Deutsche Post Versteckte Kosten / hohe Preise Preis erst nach Dateneingabe sichtbar Kein Widerruf oder schwer auffindbar Stornierung wird erschwert oder ignoriert Kein erkennbarer Mehrwert Nur Weiterleitung des Auftrags an die Post Fehlende oder kopierte Rechtstexte AGB/Datenschutz fehlen oder sind generisch Kein erreichbarer Support Keine Antworten auf E-Mails oder Anrufe

Nehmen Sie sich vor der Bestellung zwei Minuten Zeit und pruefen Sie die genannten Punkte. In den meisten Faellen reicht schon ein Blick auf das Impressum und die Preisangabe, um seriöse von unseriösen Anbietern zu unterscheiden.

Was sagen die Verbraucherzentralen?

Gleich mehrere Verbraucherzentralen haben in den letzten Jahren vor der Nachsendeauftrag-Abzocke gewarnt. Die Kritikpunkte sind dabei immer dieselben:

Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein hat ausfuehrlich ueber das Phaenomen berichtet und raet Verbrauchern, ausschliesslich ueber die offizielle Post-Website oder in der Filiale zu bestellen – es sei denn, ein Drittanbieter bietet einen nachweislichen Mehrwert.

Auch die Verbraucherzentrale Hessen warnt: Viele Verbraucher merken erst nach der Bezahlung, dass sie nicht bei der Post, sondern bei einem privaten Anbieter bestellt haben. Die Beschwerden haeufen sich insbesondere nach Umzugsphasen, wenn viele Menschen gleichzeitig einen Nachsendeauftrag benötigen.

Typische Warnsignale laut Verbraucherzentrale

  • Domain enthaelt Begriffe wie „nachsendeauftrag“, „post-nachsendung“ oder aehnlich, ist aber nicht deutschepost.de
  • Preis wird erst nach Eingabe persönlicher Daten angezeigt
  • Kein Hinweis auf der Startseite, dass es sich um einen Drittanbieter handelt
  • Logos oder Farbgebung der Deutschen Post werden nachgeahmt

Was tun, wenn Sie auf einen unseriösen Anbieter reingefallen sind?

Falls Sie bereits bei einem unseriösen Drittanbieter bestellt und bezahlt haben, gibt es mehrere Möglichkeiten, Ihr Geld zurueckzubekommen:

1

Widerrufsrecht nutzen (14 Tage)

Bei Online-Kaeufen haben Sie ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen ab Vertragsschluss. Senden Sie dem Anbieter eine schriftliche Widerrufserklärung per E-Mail – am besten mit Lesebestaetigung. Nutzen Sie das Muster-Widerrufsformular, falls auf der Website vorhanden. Bewahren Sie die Bestaetigung auf.

2

Verbraucherzentrale kontaktieren

Die Verbraucherzentralen bieten persönliche und telefonische Beratung an. Sie können Ihren Fall schildern und erhalten konkrete Hilfe bei der Durchsetzung Ihrer Rechte. Viele Beratungen kosten nur einen kleinen Betrag oder sind kostenlos.

3

Kreditkarten-Chargeback beantragen

Haben Sie per Kreditkarte bezahlt und der Anbieter reagiert nicht auf Ihren Widerruf? Kontaktieren Sie Ihre Bank oder Ihren Kreditkartenanbieter und beantragen Sie einen Chargeback (Rueckbuchung). Legen Sie dabei Ihre Bestellbestaetigung und den Widerrufsnachweis vor. Bei PayPal können Sie den Kaeufer­schutz nutzen.

4

Alles dokumentieren

Sichern Sie Screenshots der Website, Ihre Bestellbestaetigung, E-Mails und Zahlungsbelege. Diese Dokumente sind wichtig fuer eine mögliche Auseinandersetzung oder eine Meldung bei der Verbraucherzentrale. Je lueckenloser Ihre Dokumentation, desto besser Ihre Chancen.

Tipp: Schnell handeln

Die 14-taegige Widerrufsfrist beginnt mit dem Vertragsschluss. Handeln Sie so schnell wie möglich, sobald Sie feststellen, dass Sie bei einem unseriösen Anbieter bestellt haben. Je frueher Sie widerrufen, desto unkomplizierter ist die Rueckabwicklung.

Wann ist ein Drittanbieter-Service tatsaechlich sinnvoll?

Trotz aller berechtigten Warnungen gibt es Situationen, in denen ein Drittanbieter-Service fuer den Nachsendeauftrag echten Mehrwert bietet. Nicht jeder Drittanbieter ist automatisch unseriös – entscheidend ist, welchen konkreten Nutzen der Service bietet und ob die Preise transparent kommuniziert werden.

Seit Januar 2025 bietet die Deutsche Post nur noch 6-Monats-Laufzeiten an. Die frueheren 12-Monats-Optionen wurden komplett eingestellt. Das ist fuer viele Umziehende ein echtes Problem: Wer dauerhaft umzieht, braucht oft deutlich laenger als 6 Monate, bis alle Absender die neue Adresse uebernommen haben. Behoerden, Versicherungen, Online-Shops und Abonnements brauchen teilweise Monate, um Adressaenderungen zu verarbeiten.

In diesen Faellen bietet ein seriöser Drittanbieter einen echten Vorteil:

🔄

Automatische Verlaengerung

Der Nachsendeauftrag wird automatisch verlaengert – ohne dass Sie alle 6 Monate daran denken und manuell verlängern muessen. Kein Risiko, dass Post verloren geht.

🕒

Laengere Laufzeiten

12, 18 oder 24 Monate als durchgehenden Nachsendeauftrag buchen. Die Post bietet das nicht mehr direkt an – ein Drittanbieter erledigt die Verlaengerung im Hintergrund.

Komplette Abwicklung

Kein Formular ausfüllen, kein Gang zur Filiale, kein Kampf mit der Post-Website. Sie geben Ihre Daten einmal ein, der Rest wird erledigt.

Der Schluessel ist: Der Drittanbieter muss einen Mehrwert bieten, der den Aufpreis rechtfertigt. Wenn ein Anbieter lediglich das Post-Formular fuer Sie ausfuellt und dafuer 100 Euro verlangt, ist das kein fairer Service. Wenn er jedoch Laufzeiten über 6 Monate, automatische Verlaengerung und Support anbietet – dann kann sich der Service lohnen.

Transparenz: Was kostet unser Service und warum?

Wir bei nachsendeauftrag.help sind selbst ein Drittanbieter – und stehen dazu. Wir verschweigen das nicht, weil wir ueberzeugt sind, dass Transparenz die Grundlage fuer Vertrauen ist. Deshalb legen wir unsere Preise und Leistungen offen:

Laufzeit Unser Preis Davon Post-Gebuehr Davon Service-Gebuehr
6 Monate 129,90 € 28,90 € 101,00 €
12 Monate 239,90 € 2 × 28,90 € 182,10 €
24 Monate 449,90 € 4 × 28,90 € 334,30 €

Unsere Service-Gebuehr deckt die komplette Abwicklung ab:

Ist unser Service teurer als die direkte Bestellung bei der Post? Ja, natuerlich. Das verschweigen wir nicht. Wenn Sie den Nachsendeauftrag fuer 6 Monate selbst bei der Post einrichten möchten und sich das zutrauen, können Sie das fuer 28,90 Euro tun – direkt auf shop.deutschepost.de.

Unser Service richtet sich an Menschen, die laengere Laufzeiten brauchen, die sich nicht mit dem Post-Formular befassen möchten oder die sicherstellen wollen, dass ihre Post lueckenlos nachgesendet wird – auch ueber die 6-Monats-Grenze hinaus. Fuer eine detaillierte Kostenübersicht lesen Sie unseren Ratgeber zu den Nachsendeauftrag-Kosten.

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Weitere Tipps fuer einen sicheren Nachsendeauftrag

Unabhaengig davon, ob Sie direkt bei der Post oder ueber einen Drittanbieter bestellen – beachten Sie diese Hinweise:

Haeufige Fragen zur Nachsendeauftrag-Abzocke

Ist jeder Nachsendeauftrag-Drittanbieter unseriös?

Nein, nicht jeder Drittanbieter ist unseriös. Es gibt durchaus Anbieter, die einen echten Mehrwert bieten – etwa automatische Verlaengerung ueber die 6-Monats-Grenze der Post hinaus, persoenlichen Support und eine komplette Abwicklung. Entscheidend sind Preistransparenz, ein vollstaendiges Impressum, eine klare Kennzeichnung als Drittanbieter und ein ordnungsgemaesses Widerrufsrecht. Unseriös sind Anbieter, die bewusst den Eindruck erwecken, die offizielle Post-Seite zu sein.

Was kann ich tun, wenn ich auf einen unseriösen Anbieter hereingefallen bin?

Handeln Sie schnell: Nutzen Sie innerhalb von 14 Tagen Ihr gesetzliches Widerrufsrecht und senden Sie eine schriftliche Widerrufserklärung per E-Mail. Kontaktieren Sie Ihre zustaendige Verbraucherzentrale fuer eine persönliche Beratung. Haben Sie per Kreditkarte bezahlt, können Sie bei Ihrer Bank einen Chargeback (Rueckbuchung) beantragen. Dokumentieren Sie alles – Screenshots, E-Mails, Zahlungsbelege.

Warum kostet ein Nachsendeauftrag bei Drittanbietern mehr als bei der Post?

Seriöse Drittanbieter berechnen eine Service-Gebuehr fuer die komplette Abwicklung, den Kundensupport und Zusatzleistungen wie automatische Verlaengerung. Die offiziellen Post-Gebuehren (28,90 Euro fuer 6 Monate) sind im Preis enthalten. Der Aufpreis finanziert den Service, die technische Infrastruktur und den Support dahinter. Unseriöse Anbieter hingegen verlangen hohe Preise, ohne einen nennenswerten Mehrwert zu liefern.

Woran erkenne ich die offizielle Deutsche-Post-Website?

Die offizielle Seite der Deutschen Post fuer Nachsendeauftraege lauft unter der Domain shop.deutschepost.de. Achten Sie auf die URL in der Adressleiste Ihres Browsers – nur diese Domain gehoert zur Deutschen Post. Jede andere Domain (egal wie aehnlich das Design aussieht) ist ein Drittanbieter. Im Zweifelsfall geben Sie deutschepost.de direkt in die Adressleiste ein, statt ueber eine Suchmaschine zu gehen.