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Aktualisiert am 11. September 2026 · Lesezeit: 13 Min.

Nachsendeauftrag einrichten: Schritt-für-Schritt Anleitung 2026

Von Lena Hartwig · Fachredakteurin Umzug & Postdienste · Zuletzt geprüft: 11. September 2026

Sie ziehen um und möchten sicherstellen, dass Ihre Post an die neue Adresse kommt? Dann brauchen Sie einen Nachsendeauftrag. In dieser Anleitung zeigen wir Ihnen drei Wege, wie Sie Ihren Nachsendeauftrag beantragen können — online, in der Filiale oder über einen Dienstleister. Außerdem erfahren Sie, welche Daten Sie bereithalten sollten, wann Sie den Auftrag spätestens stellen müssen und welche Fehler Sie vermeiden sollten.

Ein Nachsendeauftrag sorgt dafür, dass Briefe und Postkarten, die noch an Ihre alte Adresse geschickt werden, automatisch an Ihre neue Anschrift weitergeleitet werden. Das ist in den ersten Monaten nach einem Umzug wichtig, denn nicht alle Absender erfahren sofort von Ihrer neuen Adresse: Behörden, Versicherungen, Banken und Online-Shops verschicken weiter an die alte Adresse. Parallel dazu sollten Sie die neue Adresse überall hinterlegen — welche Stellen das sind, listet unsere Checkliste zum Adresse ändern auf.

Das Wichtigste in Kürze

  • Drei Wege führen zum Auftrag: online bei der Deutschen Post, persönlich in einer Filiale oder über einen Dienstleister. Ein Formular zum Ausdrucken gehört nicht dazu.
  • Vorlauf einplanen: empfohlen sind zwei bis drei Wochen, das Minimum liegt bei fünf Werktagen. Rückwirkend lässt sich ein Nachsendeauftrag nicht einrichten.
  • Der Preis bei der Post: privat 31,90 € online und 34,90 € in der Filiale, geschäftlich 51,90 € beziehungsweise 54,90 € — jeweils für sechs Monate.
  • Sechs Monate sind das Maximum. Seit Januar 2025 gibt es keine längeren Laufzeiten mehr; wer länger absichern will, braucht einen kompletten Neuauftrag mit Anschlussdatum.
  • Nur Briefsendungen. Pakete sind nicht enthalten, auch DHL-Pakete nicht — dafür ändern Sie Ihre Adresse in den Shop- und Kundenkonten selbst.

Wie funktioniert ein Nachsendeauftrag?

Der Nachsendeauftrag ist eine Umleitung im Briefnetz der Deutschen Post. In den Sortierzentren werden Briefe maschinell nach Anschrift verteilt; ist ein Auftrag hinterlegt, erkennt die Sortierung die alte Adresse und leitet die Sendung an die neue weiter — ohne dass der Absender etwas tun muss.

Drei Eigenschaften bestimmen, was der Auftrag leistet:

  • Er wirkt nur für die eingetragenen Personen und die eingetragene alte Anschrift. Wer nicht namentlich auf dem Auftrag steht, dessen Post wird nicht umgeleitet.
  • Er wirkt ab dem gewählten Starttag und niemals rückwirkend.
  • Er läuft sechs Monate und endet dann automatisch. Seit Januar 2025 ist das die einzige Laufzeit; die früheren 12-Monats-Tarife wurden gestrichen.

Welche Post nachgesendet wird

Nachgesendet werden Briefsendungen der Deutschen Post: Briefe, Postkarten, Einschreiben, Bücher- und Warensendungen sowie adressierte Zeitungen und Zeitschriften mit Postzustellung. Nicht nachgesendet werden Dialogpost (Werbung) und Pakete — auch keine DHL-Pakete, denn der Auftrag gilt ausschließlich für das Briefnetz; siehe Ratgeber DHL Nachsendeauftrag: Werden Pakete weitergeleitet?. Welche Sendungsarten darüber hinaus herausfallen, listet der Ratgeber Was wird nicht nachgesendet? auf.

Was am Ende der sechs Monate passiert

Der Auftrag endet ohne Kündigung und ohne Hinweis an die Absender. Eine „Verlängerung“ im Wortsinn gibt es nicht: Wer weiter absichern möchte, braucht einen kompletten Neuauftrag mit Anschlussdatum, der erneut bezahlt wird — wie Sie das Datum wählen, rechnet der Ratgeber Nachsendeauftrag verlängern vor. Kommt während der Laufzeit keine Post an, hilft der Ratgeber Nachsendeauftrag funktioniert nicht.

Wann sollten Sie den Nachsendeauftrag stellen?

An dieser Frage scheitern die meisten Aufträge — nicht am Ausfüllen. Es gelten zwei belegte Werte: Empfohlen sind zwei bis drei Wochen Vorlauf, das Minimum liegt bei fünf Werktagen. Rückwirkend lässt sich ein Nachsendeauftrag nicht einrichten.

Der Vorlauf bezieht sich auf das Startdatum — es sollte auf den Tag fallen, an dem Sie die alte Wohnung tatsächlich verlassen. Rechnen Sie von dort rückwärts:

Sie ziehen um am … … empfohlen: Auftrag stellen zwischen … spätestens am (5 Werktage)
Freitag, 02.10.202611.09. und 18.09.202625.09.2026
Samstag, 17.10.202626.09. und 03.10.202612.10.2026
Samstag, 31.10.202610.10. und 17.10.202626.10.2026
Montag, 16.11.202626.10. und 02.11.202609.11.2026
Dienstag, 01.12.202610.11. und 17.11.202624.11.2026

Die mittlere Spalte ist das empfohlene Zeitfenster (drei bis zwei Wochen vorher), die rechte der letztmögliche Tag. Für die fünf Werktage haben wir konservativ gerechnet und nur Montag bis Freitag gezählt; fällt ein Feiertag hinein, schieben Sie den Termin einen Tag nach vorn.

Warum die drei Wochen die bessere Wahl sind

Die fünf Werktage sind ein Minimum, kein Ziel: Wer sie ausreizt, hat keinen Puffer, falls eine Adressangabe nicht erkannt oder das Zahlungsmittel abgelehnt wird. Früher zu bestellen kostet nichts extra — die sechs Monate laufen ab dem Startdatum, nicht ab dem Bestelltag.

Steht Ihr Umzugstermin noch nicht sicher fest, warten Sie lieber, bis er feststeht, statt ein Datum zu raten: Ein falsches Startdatum lässt sich nicht in jedem Fall nachträglich korrigieren. Wie sich der Nachsendeauftrag in die übrige Umzugsplanung einfügt, zeigt die Umzug-Checkliste.

Was Sie bereithalten müssen, bevor Sie anfangen

Damit Sie den Nachsendeauftrag beantragen können, sollten Sie folgende Informationen bereithalten:

  • Vollständiger Name — Vor- und Nachname aller Personen, die am bisherigen Wohnsitz gemeldet sind und deren Post nachgesendet werden soll
  • Alte Adresse — Straße, Hausnummer, PLZ und Ort der bisherigen Wohnung
  • Neue Adresse — Straße, Hausnummer, PLZ und Ort der neuen Wohnung (oder Auslandsadresse)
  • Gewünschtes Startdatum — mindestens fünf Werktage in der Zukunft, empfohlen sind zwei bis drei Wochen
  • E-Mail-Adresse — für die Bestellbestätigung und Statusmeldungen
  • Zahlungsmittel — ein bargeldloses Zahlungsmittel; welche Arten angeboten werden, zeigt der Bezahlschritt im Shop

Die drei Angaben, an denen es klemmt

Drei Punkte aus dieser Liste verdienen einen zweiten Blick:

  1. Die Schreibweise der Namen. Maßgeblich ist nicht der Ausweis, sondern der alte Briefkasten — Doppelnamen, Geburtsnamen und Titel inklusive.
  2. Der Adresszusatz. „Hinterhaus“, „Aufgang C“, „3. OG rechts“, „c/o Müller“ — was für die Zustellung nötig ist, gehört ins entsprechende Feld.
  3. Alle mitziehenden Personen. Wer nicht von Anfang an auf dem Auftrag steht, braucht einen eigenen.

Ein Ausweisdokument brauchen Sie nur in der Filiale. Ein Formular zum Herunterladen und Ausdrucken gibt es dagegen nicht — warum ein PDF-Antrag trotzdem hartnäckig gesucht wird, erklärt der Ratgeber Nachsendeauftrag Formular PDF.

Tipp: Wenn Sie über einen Dienstleister bestellen, reichen diese Angaben ebenfalls aus. Sie müssen sich keine Zugangsdaten für das Post-Portal merken.

3 Wege, einen Nachsendeauftrag einzurichten

In Deutschland können Sie Ihren Nachsendeauftrag bei der Deutschen Post auf drei verschiedene Arten beantragen. Ein Formular zum Herunterladen und Ausdrucken gehört nicht dazu — warum es das nicht gibt und welche Angaben Sie stattdessen vorbereiten sollten, steht im Ratgeber Nachsendeauftrag Formular PDF. Jeder Weg hat seine Vor- und Nachteile:

Nachsendeauftrag einrichten: 3 Wege im Vergleich Infografik zeigt drei Spalten: Online bei der Post (31,90 Euro, rund um die Uhr, nur 6 Monate), In der Filiale (34,90 Euro, persönliche Beratung, Wartezeiten) und Über Dienstleister (ab 129,90 Euro, kein Aufwand, bis 24 Monate). Nachsendeauftrag einrichten: 3 Wege im Vergleich Online bei der Post 31,90 € / 6 Monate Vorteile: ✓ Rund um die Uhr verfügbar ✓ Der günstigste der drei Wege ✓ Sofortige Bestätigung Nachteile: ✗ Nur 6 Monate Laufzeit ✗ Keine Verlängerung möglich ✗ Nur bargeldlos In der Filiale 34,90 € / 6 Monate Vorteile: ✓ Persönliche Beratung ✓ Identitätsprüfung vor Ort ✓ Barzahlung möglich Nachteile: ✗ Nur zu Öffnungszeiten ✗ Wartezeiten möglich ✗ Nur 6 Monate Laufzeit Über Dienstleister ab 129,90 € / 6 Mon. Vorteile: ✓ Bis 24 Monate Laufzeit ✓ Ablauftermin bleibt im Blick ✓ Kein eigener Aufwand Nachteile: ✗ Höhere Kosten ✗ Drittanbieter Unser Angebot
Die drei Wege zum Nachsendeauftrag im Vergleich (Stand 2026)

1. Online bei der Deutschen Post (shop.deutschepost.de)

Der schnellste Weg: Sie richten den Nachsendeauftrag direkt auf der Website der Deutschen Post ein. Die Bestellung dauert etwa 10 Minuten, und Sie benötigen lediglich Ihre alten und neuen Adressdaten sowie ein bargeldloses Zahlungsmittel.

Vorteile:

  • Rund um die Uhr verfügbar — auch abends und am Wochenende
  • Sofortige Bestellbestätigung per E-Mail
  • Der günstigste der drei Wege: 31,90 € für 6 Monate (Stand 2026)

Nachteile:

  • Seit Januar 2025 nur noch 6-Monats-Laufzeiten verfügbar
  • Keine Verlängerung — für eine Anschlusszeit müssen Sie rechtzeitig selbst einen kompletten Neuauftrag anlegen und erneut bezahlen
  • Zahlung nur bargeldlos möglich, nicht in bar

2. In der Postfiliale (persönlich mit Ausweis)

Sie können Ihren Nachsendeauftrag auch persönlich in jeder Postfiliale beantragen. Die nächste Filiale finden Sie über die Filialsuche der Deutschen Post. Bringen Sie dazu Ihren Personalausweis oder Reisepass mit. Ein Mitarbeiter füllt das Formular gemeinsam mit Ihnen aus.

Vorteile:

  • Persönliche Beratung vor Ort
  • Identitätsprüfung direkt erledigt
  • Auch ohne Internet und ohne bargeldloses Zahlungsmittel möglich

Nachteile:

  • Nur zu Öffnungszeiten der Filiale möglich
  • Wartezeiten, besonders an Monatsanfängen
  • Ebenfalls maximal 6 Monate Laufzeit
  • 3 € teurer als online: 34,90 € für 6 Monate

Welcher der beiden Post-Wege für Sie passt, vergleicht der Ratgeber Nachsendeauftrag online oder in der Filiale.

3. Über einen Dienstleister (wie nachsendeauftrag.help)

Wenn Sie sich den Aufwand sparen möchten oder eine längere Laufzeit als 6 Monate benötigen, können Sie einen Dienstleister beauftragen. Anbieter wie nachsendeauftrag.help richten den Nachsendeauftrag in Ihrem Auftrag ein und kümmern sich um die Abwicklung.

Vorteile:

  • Laufzeiten von 12 oder 24 Monaten — wir behalten den Ablauftermin im Blick und melden uns rechtzeitig für den Folgeauftrag
  • Kein eigener Aufwand: Sie geben Ihre Daten ein, den Rest erledigen wir
  • Hinweis vor Ablauf, damit keine Lücke entsteht
  • Schnelle Einrichtung in unter 5 Minuten

Nachteile:

  • Höherer Preis: ab 129,90 € für 6 Monate (inklusive Post-Gebühren und Servicegebühr)
  • Drittanbieter — nicht direkt bei der Deutschen Post

Mehr zu den Kosten der verschiedenen Optionen erfahren Sie in unserem Artikel Was kostet ein Nachsendeauftrag?.

Post Nachsendeauftrag einrichten: Schritt-für-Schritt online

Legen Sie die Angaben aus dem vorigen Abschnitt bereit — dann dauert der Rest keine zehn Minuten. So funktioniert der Nachsendeauftrag online bei der Deutschen Post in sieben Schritten:

1

Website der Deutschen Post aufrufen

Öffnen Sie shop.deutschepost.de und navigieren Sie zum Bereich „Nachsendeservice“. Achten Sie darauf, dass Sie tatsächlich auf einer Seite der Deutschen Post landen und nicht bei einem Vermittler.

2

Privat oder Geschäftlich wählen

Wählen Sie, ob Sie den Auftrag als Privatperson oder als Unternehmen einrichten. Für einen normalen Umzug ist „Privat“ die richtige Wahl; bei einem Firmensitz-Wechsel gelten die höheren Preise von 51,90 € online beziehungsweise 54,90 € in der Filiale.

3

Alte Adresse eingeben

Tragen Sie Ihre bisherige Anschrift ein: Straße, Hausnummer, PLZ und Ort. Geben Sie die Adresse exakt so ein, wie sie auf Ihrem Briefkasten steht — einschließlich aller dort genannten Nachnamen und aller Zusätze wie Aufgang, Stockwerk oder „c/o“.

4

Neue Adresse eingeben

Geben Sie Ihre neue Anschrift ein. Das kann eine Adresse in Deutschland oder im Ausland sein; für eine Auslandsadresse gelten eigene Bedingungen und Preise, die der Ratgeber Nachsendeauftrag ins Ausland aufschlüsselt. Prüfen Sie die Eingabe — eine falsche PLZ ist einer der häufigsten Fehler.

5

Startdatum wählen

Legen Sie fest, ab wann die Nachsendung beginnen soll. Mindestens fünf Werktage Vorlauf, empfohlen sind zwei bis drei Wochen. Ein rückwirkendes Startdatum ist nicht möglich.

6

Zahlungsdaten eingeben

Online zahlen Sie bargeldlos, und die 31,90 € werden sofort fällig. Welche Zahlungsarten die Post dabei anbietet, sehen Sie im Bezahlschritt des Shops — eine abschließende Liste nennen wir hier bewusst nicht, weil sich das Angebot ändern kann. In der Filiale kommen Barzahlung und Kartenzahlung hinzu — dort kostet der Auftrag 34,90 €.

7

Bestätigung prüfen und aufbewahren

Nach der Bestellung erhalten Sie eine Bestätigungsmail. Lesen Sie sie gegen: Stimmen beide Adressen, alle Namen und das Startdatum? Bewahren Sie die Auftragsnummer auf — ohne sie lässt sich ein Auftrag beim Kundenservice nicht zuordnen.

In der Filiale ist der Ablauf derselbe, nur füllt eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter die Felder mit Ihnen aus. Mitbringen: Personalausweis oder Reisepass und dieselben Angaben.

Ab wann wirkt der Nachsendeauftrag?

Der Auftrag wirkt ab dem Startdatum, das Sie selbst gewählt haben — nicht ab dem Tag der Bestellung. Dazwischen liegt der Vorlauf, den die Post braucht, um den Auftrag im Briefnetz zu hinterlegen: mindestens fünf Werktage, empfohlen sind zwei bis drei Wochen.

Eine darüber hinausgehende Bearbeitungsdauer nennen wir bewusst nicht: Verbindlich ist der Vorlauf, den die Post angibt. Rechnen Sie mit fünf Werktagen als Untergrenze und zwei bis drei Wochen als Planungsgröße. Was in dieser Zeit im Hintergrund passiert, ordnet der Ratgeber Nachsendeauftrag Dauer und Aktivierung ein.

Wichtig: Bestellen Sie rechtzeitig vor dem Umzug. Wer erst am Umzugstag bestellt, dessen Briefe landen in den ersten Tagen noch an der alten Adresse — ohne Nachsendung.

Kommt nach dem Startdatum trotzdem nichts an, liegt das meist an einer Angabe aus dem Auftrag und nicht an der Post: Die Prüfreihenfolge steht im Ratgeber Nachsendeauftrag funktioniert nicht. Mehr zum Anschlussauftrag nach Ablauf der 6 Monate finden Sie im Artikel Nachsendeauftrag verlängern: So geht's.

Häufige Fehler beim Nachsendeauftrag vermeiden

Diese Fehler sehen wir immer wieder — und sie lassen sich leicht vermeiden:

  1. Falsche PLZ eingegeben: Ein Zahlendreher führt dazu, dass die Nachsendung an eine falsche Adresse geht oder der Auftrag abgelehnt wird. Prüfen Sie beide PLZ doppelt.
  2. Zu kurzfristig bestellt: Wer erst am Umzugstag bestellt, reißt eine Lücke — der Vorlauf beträgt mindestens fünf Werktage. Bestellen Sie zwei Wochen vor dem Umzug.
  3. Namensschild an der neuen Adresse vergessen: Zugestellt wird nur, wenn Ihr Name am Briefkasten steht. Bringen Sie das Schild an, bevor der Auftrag startet.
  4. Nicht alle Haushaltsmitglieder eingetragen: Wenn mehrere Personen im Haushalt leben, braucht jede eine eigene Nachsendung — oder alle stehen von Anfang an als mitziehende Personen im Auftrag. Wie das in einer WG oder bei mehreren Personen gelöst wird, steht im eigenen Ratgeber.
  5. Anschlussauftrag vergessen: Der Auftrag läuft nach 6 Monaten automatisch aus. Wer länger nachsenden will, richtet rechtzeitig einen neuen Auftrag mit Anschlussdatum ein — oder beauftragt einen Dienstleister, der den Ablauftermin im Blick behält.

Drei Fehler, die richtig weh tun — und was sie kosten

Drei Angaben stechen heraus, weil ihre Korrektur nicht immer möglich ist und im ungünstigen Fall einen zweiten, kostenpflichtigen Auftrag nötig macht:

Fehler Was passiert Was es kostet
Startdatum zu früh gewählt Die Umleitung beginnt, während Sie noch in der alten Wohnung wohnen. Post geht an eine Adresse, an der noch niemand nachsieht und oft kein Namensschild hängt. Verpasste Fristen. Das Startdatum lässt sich nur begrenzt korrigieren; hilft nichts mehr, bleibt der Neuauftrag zu 31,90 €.
Name weicht vom Briefkasten ab Sendungen an eine andere Schreibweise — Geburtsname, Doppelname, zweiter Nachname im Haushalt — werden von der Umleitung nicht erfasst. Eine Person, die nicht von Anfang an auf dem Auftrag steht, lässt sich nicht ergänzen: Sie braucht einen eigenen Auftrag, also erneut 31,90 €.
Adresszusatz fehlt Die Sendung wird korrekt umgeleitet, scheitert aber an der neuen Adresse: Ohne „Aufgang B“, „3. OG“ oder „c/o“ findet die Zustellung den Briefkasten nicht. Rückläufer an den Absender. Der Zusatz lässt sich am ehesten über den Kundenservice nachtragen — kostet Zeit und wirkt nicht rückwirkend.

Welche Angaben sich am laufenden Auftrag ändern lassen und welche einen Neuauftrag erzwingen, steht im Ratgeber Nachsendeauftrag ändern; Kündigung und Storno behandelt der Ratgeber Nachsendeauftrag kündigen und stornieren.

Was es kostet: Post-Preis, unser Preis und die Differenz

Beim Preis legen wir beide Seiten nebeneinander. Wer den Auftrag selbst bei der Deutschen Post stellt, zahlt weniger — daran gibt es nichts zu deuteln. Unser Aufschlag bezahlt die Abwicklung und die Überwachung der Anschlusstermine, er ist kein günstigerer Einkauf.

Weg Preis Differenz zum Post-Preis online
Deutsche Post, privat, 6 Monate, online31,90 €—
Deutsche Post, privat, 6 Monate, Filiale34,90 €+ 3,00 €
Deutsche Post, geschäftlich, 6 Monate, online51,90 €eigener Tarif
Deutsche Post, geschäftlich, 6 Monate, Filiale54,90 €eigener Tarif
nachsendeauftrag.help, 6 Monate129,90 €+ 98,00 € auf einen Post-Auftrag
nachsendeauftrag.help, 12 Monate239,90 €+ 176,10 € auf zwei Post-Aufträge (63,80 €)
nachsendeauftrag.help, 24 Monate449,90 €+ 322,30 € auf vier Post-Aufträge (127,60 €)

In unseren Preisen sind die Post-Gebühren enthalten. Die rechte Spalte rechnet mit 31,90 € je Sechs-Monats-Auftrag, weil die Post längere Laufzeiten seit Januar 2025 nicht mehr anbietet: Zwölf Monate sind zwei Aufträge, 24 Monate sind vier — jeder muss selbst und rechtzeitig gestellt werden.

Verspricht ein Anbieter den Auftrag „kostenlos“ oder unterhalb der Post-Gebühr, lohnt ein Blick ins Kleingedruckte — siehe Warnung vor unseriösen Drittanbietern. Alle Preisvarianten stehen im Ratgeber Nachsendeauftrag Kosten, für einen Firmensitz im Ratgeber Nachsendeauftrag für Firmen.

Wann sich ein Dienstleister lohnt — und wann nicht

Die direkte Beantragung bei der Deutschen Post ist günstiger — das ist klar. Aber es gibt Gründe, warum sich ein Dienstleister lohnen kann:

  • Absicherung über 6 Monate hinaus: Für 12 oder 24 Monate müssten Sie alle 6 Monate selbst einen neuen Auftrag mit Anschlussdatum anlegen. Wir behalten den Ablauftermin im Blick und melden uns rechtzeitig für den Folgeauftrag.
  • Kein eigener Aufwand: Sie füllen einmal ein Formular aus; Bestellung und Terminüberwachung übernehmen wir.
  • Hinweis vor Ablauf: Sie werden benachrichtigt, bevor der Auftrag ausläuft — so entsteht keine Lücke.
  • Keine Post-Zugangsdaten nötig: Sie brauchen kein Kundenkonto bei der Deutschen Post.

Genauso klar ist die Gegenseite: Nicht lohnen wird sich ein Dienstleister, wenn Sie nur sechs Monate absichern wollen und sich den Ablauftermin selbst in den Kalender schreiben. Dann zahlen Sie 31,90 € statt 129,90 € für dieselbe Leistung im Briefnetz. Es ist eine Abwägung zwischen Geld und Aufmerksamkeit, keine Frage der Qualität.

Mehr dazu im Artikel Umzug: Post nachsenden lassen — das müssen Sie wissen. Brauchen Sie gar keine Umleitung, sondern wollen nur Ihre neue Adresse bekannt geben, vergleicht der Ratgeber Post ummelden: Umzugsmitteilung oder Nachsendeauftrag? die kostenlose Alternative.

Fazit: Wie funktioniert ein Nachsendeauftrag am besten?

Einen Nachsendeauftrag online zu beantragen ist der schnellste Weg: etwa 10 Minuten, Ihre Adressdaten und ein bargeldloses Zahlungsmittel. Bestellen Sie mindestens zwei Wochen vor dem Umzug, und vergessen Sie das Namensschild an der neuen Adresse nicht.

Drei Dinge entscheiden, ob die Nachsendung sauber läuft: das Startdatum mit genug Vorlauf, die Namen in der Schreibweise vom Briefkasten und der vollständige Adresszusatz. Alles andere ist Formular.

Wollen Sie sich den Aufwand sparen oder länger als 6 Monate absichern, ist ein Dienstleister wie nachsendeauftrag.help ein möglicher Weg: Sie füllen einmal das Formular aus, wir stellen den Auftrag bei der Deutschen Post, behalten den Ablauftermin im Blick und melden uns rechtzeitig für den Folgeauftrag. Günstiger als die Post ist das nicht — wer selbst bestellt und selbst an die Fristen denkt, zahlt weniger.

Nachsendeauftrag einrichten lassen — ohne eigenen Aufwand

Wir stellen den Auftrag bei der Deutschen Post, behalten den Ablauftermin im Blick und melden uns rechtzeitig für den Folgeauftrag. Die Post-Gebühren sind enthalten. Günstiger als bei der Post ist das nicht: Wer selbst bestellt und selbst an die Fristen denkt, zahlt weniger.

Laufzeit wählen und beauftragen →

129,90 € für 6 Monate · 239,90 € für 12 Monate · 449,90 € für 24 Monate. Direkt bei der Deutschen Post: 31,90 € online für 6 Monate.

Häufige Fragen zum Nachsendeauftrag

Wie funktioniert ein Nachsendeauftrag?

Er ist eine Umleitung im Briefnetz: In den Sortierzentren wird die alte Adresse erkannt, die Sendung geht an die neue Anschrift weiter. Er wirkt nur für die namentlich eingetragenen Personen, nur für die eingetragene alte Adresse und nur ab dem gewählten Startdatum.

Was kostet ein Nachsendeauftrag bei der Deutschen Post?

Privat 31,90 € für 6 Monate online und 34,90 € in der Filiale (Stand 2026), geschäftlich 51,90 € beziehungsweise 54,90 €. Über einen Dienstleister wie nachsendeauftrag.help zahlen Sie 129,90 € — darin enthalten sind Post-Gebühren, Einrichtung und die Überwachung des Ablauftermins. Wer selbst bestellt, zahlt weniger.

Wann muss ich den Nachsendeauftrag stellen?

Empfohlen sind zwei bis drei Wochen Vorlauf, das Minimum liegt bei fünf Werktagen vor dem gewünschten Startdatum. Ziehen Sie am 31. Oktober um, stellen Sie den Auftrag idealerweise zwischen dem 10. und 17. Oktober, spätestens am 26. Oktober.

Wie lange dauert es, bis der Nachsendeauftrag aktiv ist?

Er wird zu dem Startdatum aktiv, das Sie selbst gewählt haben. Zwischen Bestellung und Startdatum müssen mindestens fünf Werktage liegen, empfohlen sind zwei bis drei Wochen. Eine darüber hinausgehende Bearbeitungsdauer nennen wir bewusst nicht.

Kann ich einen Nachsendeauftrag auch rückwirkend einrichten?

Nein. Das frühestmögliche Startdatum liegt mindestens fünf Werktage in der Zukunft. Post, die in der Zwischenzeit an die alte Adresse geht, kann nicht nachträglich nachgesendet werden.

Welche Post wird nachgesendet und welche nicht?

Nachgesendet werden Briefsendungen der Deutschen Post: Briefe, Postkarten, Einschreiben, Büchersendungen, Warensendungen sowie adressierte Zeitungen und Zeitschriften mit Postzustellung. Nicht nachgesendet werden Dialogpost (Werbung) und Pakete — auch DHL-Pakete nicht, obwohl DHL zur Deutsche Post DHL Group gehört, denn der Nachsendeauftrag gilt ausschließlich für das Briefnetz. Ebenso wenig werden Sendungen von Hermes, DPD, GLS oder UPS nachgesendet: Bei Paketdiensten und Online-Shops müssen Sie Ihre Adresse separat ändern.

Welche Unterlagen brauche ich, um den Nachsendeauftrag zu beantragen?

Online genügen Ihre Daten: alte und neue Anschrift samt Zusätzen, die Namen aller Personen, deren Post umgeleitet werden soll, ein Startdatum, eine E-Mail-Adresse und ein Zahlungsmittel. Ein Ausweis ist nur in der Filiale nötig.

Gibt es ein Formular zum Ausdrucken?

Nein. Sie stellen den Auftrag online, in der Filiale oder über einen Dienstleister. Was es mit den kursierenden PDF-Vorlagen auf sich hat, erklärt der Ratgeber Nachsendeauftrag Formular PDF.

Was passiert nach sechs Monaten?

Der Auftrag endet automatisch, ohne Kündigung und ohne Hinweis an die Absender. Eine Verlängerung im Wortsinn gibt es nicht: Wer weiter absichern möchte, braucht einen kompletten Neuauftrag mit Anschlussdatum, der erneut bezahlt wird. Einzelheiten im Ratgeber Nachsendeauftrag verlängern.

Kann ich den Nachsendeauftrag nachträglich ändern?

Teilweise. Bei Nachsendeadresse und Startdatum kommt eine Anpassung über den Kundenservice der Deutschen Post am ehesten in Frage; halten Sie die Auftragsnummer bereit. Die Laufzeit lässt sich nicht ändern, und eine Person nachträglich aufzunehmen ist nicht möglich — sie braucht einen eigenen Auftrag. Details im Ratgeber Nachsendeauftrag ändern.

Quellen

  • Deutsche Post AG, „Nachsendeservice“, abgerufen am 11.09.2026 — Quelle
  • Deutsche Post AG, „Nachsendeservice im Online-Shop“, abgerufen am 11.09.2026 — Quelle
  • Deutsche Post AG, „Filialsuche und Standorte“, abgerufen am 11.09.2026 — Quelle