Aktualisiert am 11. September 2026 · Lesezeit: 10 Min.
Nachsendeauftrag online oder in der Filiale: die drei Wege im Vergleich
Von Lena Hartwig · Fachredakteurin Umzug & Postdienste · Zuletzt geprüft: 11. September 2026
Der Nachsendeauftrag der Deutschen Post kostet 31,90 € online und 34,90 € an der Poststation oder in der Filiale — jeweils für sechs Monate und für Privatkunden. Drei Euro Unterschied für denselben Auftrag; der einzige Grund dafür ist der Weg, auf dem Sie ihn stellen. Geschäftlich sind es 51,90 € beziehungsweise 54,90 €.
Der Preis ist allerdings nur eine von vier Fragen, die den Weg entscheiden. Die anderen drei: Womit wollen Sie bezahlen? Welche Zahlarten wo gelten, steht im Ratgeber Nachsendeauftrag bezahlen. Wie sicher sind Sie sich bei Ihren Angaben? Und stellen Sie den Auftrag für sich selbst oder für jemand anderen? Dieser Ratgeber vergleicht die drei Wege genau daran. Wie das Ausfüllen dann im Einzelnen abläuft, steht Schritt für Schritt im Ratgeber Nachsendeauftrag einrichten.
Das Wichtigste in Kürze
- Online ist drei Euro günstiger. 31,90 € online gegenüber 34,90 € an Poststation oder Filiale (privat, sechs Monate). Geschäftlich 51,90 € gegenüber 54,90 €. Der Aufschlag fällt je Auftrag an, nicht je Monat.
- Die Filiale ist deshalb kein schlechterer Weg. Sie ist der richtige, wenn Sie bar zahlen wollen oder müssen, bei den Angaben unsicher sind oder den Auftrag für eine andere Person stellen.
- Die Poststation kostet dasselbe wie die Filiale. Sie ist der dritte Ort neben Schalter und Online-Shop; die Erfassung läuft dort am Gerät statt auf Papier.
- Sechs Monate sind auf jedem Weg das Maximum. Seit Januar 2025 bietet die Post keine längere Laufzeit mehr an. Danach braucht es einen kompletten Neuauftrag mit Anschlussdatum, der erneut bezahlt wird.
- Ein Dienstleister kostet deutlich mehr. Bei uns 129,90 € für sechs Monate gegenüber 31,90 € direkt bei der Post. Wer selbst bestellt, zahlt weniger — der Gegenwert ist die Abwicklung, nicht ein günstigerer Tarif.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Drei Wege zum Nachsendeauftrag
- 2. Der Preisunterschied: drei Euro je Auftrag
- 3. Die Entscheidungstabelle
- 4. Wann der Online-Weg passt
- 5. Wann die Filiale der bessere Weg ist
- 6. Die Poststation als dritter Ort
- 7. Der Weg über einen Dienstleister
- 8. Was Sie für die Bestellung brauchen
- 9. Bezahlarten im Vergleich
- 10. Häufige Fehler und der passende Weg
- Häufige Fragen
Drei Wege zum Nachsendeauftrag — und ein vierter, den es nicht gibt
Wer nach einem Umzug sicherstellen möchte, dass keine Post verloren geht, braucht einen Nachsendeauftrag bei der Deutschen Post. Dafür gibt es drei Wege:
- Online — im Shop der Deutschen Post, am Rechner oder am Handy
- Vor Ort — am Schalter einer Postfiliale oder an einer Poststation
- Über einen Dienstleister — ein Anbieter nimmt Ihre Angaben entgegen und stellt den Auftrag für Sie
Am Ende steht in allen drei Fällen derselbe Auftrag bei derselben Post. Unterschiedlich sind Preis, Aufwand, die verlangten Nachweise und die Bezahlarten — und genau daran entscheidet sich, welcher Weg zu Ihnen passt: wie viel Zeit Sie haben, womit Sie bezahlen wollen und ob Sie den Auftrag überhaupt für sich selbst stellen. Ein vierter Weg über ein ausgedrucktes Formular existiert übrigens nicht — die Gründe stehen im Ratgeber Nachsendeauftrag Formular PDF.
Der Preisunterschied: drei Euro für den Gang zum Schalter
Die Deutsche Post berechnet für denselben Nachsendeauftrag zwei Preise — je nachdem, ob Sie ihn selbst im Online-Shop eingeben oder vor Ort erfassen lassen. Der Abstand beträgt in allen Varianten drei Euro:
| Nachsendeauftrag, 6 Monate | online | Poststation / Filiale | Differenz |
|---|---|---|---|
| privat | 31,90 € | 34,90 € | 3,00 € |
| geschäftlich | 51,90 € | 54,90 € | 3,00 € |
Drei Euro sind keine Summe, wegen der man eine Grundsatzentscheidung trifft — sie sind aber auch kein Rundungsfehler. Wichtig ist, wie der Aufschlag anfällt: je Auftrag, nicht je Monat. Da ein Auftrag höchstens sechs Monate läuft, zahlt ihn jeder erneut, der seine Post länger nachsenden lässt. Über zwei Jahre hinweg sind das vier Aufträge und damit zwölf Euro Unterschied.
Wofür die drei Euro stehen
Den Aufschlag zahlen Sie dafür, dass jemand anderes Ihre Angaben erfasst und dass Sie vor Ort bezahlen können. Ein anderer Auftrag, eine andere Laufzeit oder eine andere Leistung stecken nicht dahinter — die Nachsendung selbst ist auf beiden Wegen dieselbe.
Für Firmen, Vereine und Selbstständige gilt derselbe Abstand auf höherem Niveau: 51,90 € online, 54,90 € vor Ort. Wer dort den Auftrag stellen darf und welche Nachweise dafür nötig sind, steht im Ratgeber Nachsendeauftrag für Firmen. Alle weiteren Preisvarianten — Lagerservice, Umzugsmitteilung, Auslandszuschläge — stehen im Kostenvergleich.
Eine Eilbearbeitung bietet die Post gegen Aufpreis als Zusatzoption an. Rechnen Sie nicht damit, sondern mit Vorlauf: Empfohlen sind zwei bis drei Wochen, das Minimum liegt bei fünf Werktagen vor dem gewünschten Starttag. Rückwirkend lässt sich eine Nachsendung auf keinem der drei Wege einrichten.
Die Entscheidungstabelle: Preis, Aufwand, Nachweise, Bezahlung
Die folgende Tabelle stellt die drei Wege so gegenüber, wie die Entscheidung tatsächlich fällt — nicht nach Sympathie, sondern nach dem, was jeder Weg von Ihnen verlangt und was er kostet.
| Kriterium | Online | Poststation / Filiale | Dienstleister |
|---|---|---|---|
| Preis privat, 6 Monate | 31,90 € | 34,90 € | 129,90 € (Postgebühr enthalten) |
| Preis geschäftlich, 6 Monate | 51,90 € | 54,90 € | 129,90 € (Postgebühr enthalten) |
| Aufwand für Sie | Formular selbst ausfüllen | Weg dorthin, Öffnungszeiten, mögliche Wartezeit | Formular ausfüllen, Rest übernehmen wir |
| Nachweise privat | Angaben im Formular, kein Ausweis vorzulegen | Personalausweis oder Reisepass mitbringen | Angaben im Formular |
| Nachweise geschäftlich | Gewerbeschein oder Registerauszug | Gewerbeschein oder Registerauszug vorlegen | Nachweise auf Nachfrage |
| Bezahlung | bargeldlos im Bezahlschritt des Shops | am Schalter bar oder mit Karte | Kreditkarte, Google Pay, Apple Pay |
| Verfügbarkeit | rund um die Uhr | Öffnungszeiten beziehungsweise Standort des Geräts | rund um die Uhr |
| Laufzeit | 6 Monate je Auftrag | 6 Monate je Auftrag | Pakete über 6, 12 und 24 Monate als Anschlussaufträge |
| Vorlauf | auf allen Wegen gleich: mindestens 5 Werktage, empfohlen 2 bis 3 Wochen, nicht rückwirkend | ||
| Ansprechpartner | Kundenservice der Post | Mitarbeiter vor Ort | unser Support per E-Mail |
| Passt, wenn | Sie bargeldlos zahlen können und Ihre Angaben sicher kennen | Sie bar zahlen, Fragen klären oder für jemand anderen handeln | Sie die Abwicklung und die Termine abgeben wollen |
Zwei Zeilen sind dabei die eigentlichen Weichensteller. Die Bezahlung entscheidet für alle, die kein Online-Zahlungsmittel haben — für sie ist die Filiale nicht die teurere, sondern die einzige Variante. Und die Zeile Nachweise entscheidet für alle, die den Auftrag nicht für sich selbst stellen.
Wann der Online-Weg passt
Die Bestellung läuft über die Nachsendeservice-Seite der Deutschen Post. Sie brauchen dafür einen Internetzugang, die alte und die neue Anschrift, ein Startdatum, eine E-Mail-Adresse und ein bargeldloses Zahlungsmittel. Die Bestätigung kommt per E-Mail; darin steht die Auftragsnummer, die Sie für spätere Rückfragen brauchen.
Dieser Weg passt, wenn drei Dinge zutreffen:
- Sie können bargeldlos bezahlen. Das ist die harte Voraussetzung — ohne sie führt kein Weg an der Filiale vorbei.
- Sie kennen Ihre Angaben sicher. Neue Anschrift mit korrekter Schreibweise von Straße und Ort, die Namen aller Personen, die mitziehen, und das Datum, ab dem am alten Briefkasten nichts mehr ankommen soll.
- Sie stellen den Auftrag für sich selbst oder für Personen Ihres eigenen Haushalts.
Der Vorteil ist neben den drei Euro vor allem die Erreichbarkeit: Der Shop ist rund um die Uhr offen, auch abends und am Wochenende, und Sie müssen dafür nicht aus dem Haus. Wer vorher wissen möchte, welche Felder in welcher Reihenfolge kommen und was man dafür bereitlegt, findet den Ablauf im Ratgeber Nachsendeauftrag einrichten — dort steht der Weg Klick für Klick, hier geht es um die Wahl zwischen den Wegen.
Eine Einschränkung gilt auf diesem Weg genauso wie auf den anderen: Mehr als sechs Monate Laufzeit gibt es seit Januar 2025 nicht mehr. Wer länger nachsenden lassen will, stellt rechtzeitig einen neuen Auftrag mit Anschlussdatum und bezahlt ihn erneut — wie das zeitlich zusammenpasst, rechnet der Ratgeber Nachsendeauftrag verlängern vor.
Wann die Filiale trotzdem der bessere Weg ist
Drei Euro Aufschlag klingen nach einem Argument gegen den Schalter. In vier Situationen ist die Filiale trotzdem die richtige Wahl — und in der ersten sogar die einzige.
1. Kein Online-Zahlungsmittel
Wer weder Kreditkarte noch ein Online-Bezahlverfahren nutzt, kann im Shop der Post nicht bezahlen. Am Schalter geht es bar oder mit Karte. Für diesen Fall sind die drei Euro kein Aufschlag, sondern der Eintrittspreis — und deutlich günstiger als der Umweg über einen Dienstleister.
2. Unsicherheit bei den Angaben
Eine ungewöhnliche Schreibweise des Nachnamens, ein Doppelname, eine Adresse mit Zusatz wie „Hinterhaus“ oder „c/o“, ein Wohnsitz im Ausland: Wenn Sie nicht sicher sind, wie Ihre Angaben in das Formular gehören, klären Sie das am Schalter in zwei Minuten. Online merken Sie einen Fehler erst, wenn Post ausbleibt — und dann ist die Korrektur aufwendiger als der Gang zur Filiale.
3. Auftrag für eine andere Person
Die Eltern ziehen ins Heim, jemand ist krank, der Partner ist beruflich unterwegs: Sobald der Auftrag nicht Ihre eigene Post betrifft, muss nachvollziehbar sein, dass Sie dazu berechtigt sind. Ob und in welcher Form die Deutsche Post dafür eine schriftliche Vollmacht verlangt, ist uns nicht belegt bekannt; das klärt die Filiale beziehungsweise der Kundenservice im Einzelfall. Praktisch fahren Sie am besten, wenn Sie eine unterschriebene Vollmacht und den Ausweis der betroffenen Person mitbringen — damit entfallen die meisten Rückfragen. Hintergründe dazu stehen im Ratgeber Nachsendeauftrag Formular PDF.
4. Sterbefall
Für die Post einer verstorbenen Person gelten eigene Anforderungen an Nachweise und Berechtigung. Diesen Fall sollten Sie nicht online durchprobieren — am Schalter sehen Sie sofort, welche Unterlagen fehlen. Was dabei zu beachten ist, steht im Ratgeber Nachsendeauftrag im Sterbefall.
Was Sie zum Schalter mitbringen: Personalausweis oder Reisepass, die alte und die neue Anschrift, das gewünschte Startdatum und die Namen aller Personen, deren Post umgeleitet werden soll. Geschäftskunden legen zusätzlich den Nachweis über die Firma vor. Den Beleg, den Sie am Ende bekommen, heben Sie auf — darauf steht die Auftragsnummer.
Die Nachteile bleiben bestehen: Sie sind an Öffnungszeiten gebunden, und je nach Standort und Tageszeit kommt Wartezeit dazu. Nicht jede Annahmestelle bietet zudem jeden Service an — wenn Sie einen weiteren Weg vor sich haben, lohnt vorab ein Anruf.
Die Poststation als dritter Ort
Neben dem Online-Shop und dem Schalter gibt es die Poststation — ein Selbstbedienungsgerät, an dem sich Postgeschäfte ohne Personal erledigen lassen. Der Nachsendeauftrag gehört dazu.
Preislich behandelt die Deutsche Post die Poststation wie die Filiale: 34,90 € privat und 54,90 € geschäftlich für sechs Monate, also jeweils drei Euro mehr als online. Wer die Poststation wählt, um Geld zu sparen, wählt sie aus dem falschen Grund — sie spart den Weg zum Schalter und die Bindung an Öffnungszeiten, nicht die drei Euro.
Die Erfassung läuft am Gerät statt auf Papier. Wie die Bedienung dort im Einzelnen aussieht, welche Schritte in welcher Reihenfolge kommen und welche Zahlarten das Gerät annimmt, zeigt sich vor Ort — belastbar beschreiben können wir das nicht. Praktische Konsequenz: Wer auf Barzahlung angewiesen ist oder eine Rückfrage klären will, geht sicherheitshalber in eine Filiale mit Schalter. Wer nur einen unkomplizierten Auftrag erfassen möchte und ohnehin an einer Poststation vorbeikommt, ist dort richtig.
Kurz gefasst
Die Poststation ist für den Preis ein Filial-Weg und für den Ablauf ein Selbstbedienungs-Weg. Sie ist damit die Antwort auf die Frage „Wie komme ich ohne Online-Bestellung und ohne Warteschlange zum Auftrag?“ — nicht auf die Frage nach dem günstigsten Preis.
Der Weg über einen Dienstleister — offen gerechnet
Der dritte Weg ist ein Anbieter, der Ihre Angaben entgegennimmt und den Auftrag in Ihrem Namen bei der Deutschen Post stellt. Mit nachsendeauftrag.help sind wir selbst ein solcher Anbieter — deshalb stehen hier beide Seiten und die Differenz in einer Tabelle:
| Privat, 6 Monate | Preis | Differenz zum Online-Preis der Post |
|---|---|---|
| Deutsche Post, online | 31,90 € | — |
| Deutsche Post, Poststation oder Filiale | 34,90 € | + 3,00 € |
| nachsendeauftrag.help (dieser Dienst) | 129,90 € | + 98,00 € |
Für längere Zeiträume bieten wir 239,90 € für zwölf Monate und 449,90 € für 24 Monate an, die Postgebühren sind jeweils enthalten. Zum Vergleich: Wer dieselben Zeiträume selbst abdeckt, stellt zwei beziehungsweise vier Aufträge zu je 31,90 € und zahlt online 63,80 € beziehungsweise 127,60 €.
Damit ist die wichtigste Zahl gesagt: Wer den Auftrag selbst stellt, zahlt weniger. Deutlich weniger. Unser Preis liegt sichtbar über der Gebühr der Post, und der Gegenwert ist nicht ein günstigerer Tarif, sondern die Abwicklung: Wir prüfen die Angaben vor dem Absenden, stellen den Auftrag bei der Post und behalten bei den längeren Laufzeiten den Ablauftermin im Blick, damit der Anschlussauftrag nicht vergessen wird. Wer das selbst erledigt und sich den Termin in den Kalender schreibt, braucht uns nicht.
Gerade in dieser Nische warnen Verbraucherzentralen regelmäßig vor Anbietern, die den Aufschlag verstecken, die wie die Deutsche Post aussehen oder aus einer Einmalbestellung ein Abonnement machen. Woran Sie einen seriösen von einem unseriösen Anbieter unterscheiden, steht im Ratgeber Warnung vor teuren Drittanbietern. Wir sagen es hier ausdrücklich: Wir sind ein privater Dienstleister und stehen in keiner Verbindung zur Deutschen Post AG.
Sinnvoll ist dieser Weg für Leute, die den Aufpreis bewusst gegen Aufwand und Terminüberwachung tauschen — etwa bei einem Umzug mit vielen offenen Baustellen oder bei einer längeren Abwesenheit, in der niemand an den Ablauf des Auftrags denkt. Für alle anderen ist der Online-Weg bei der Post die richtige Wahl.
Was Sie für die Bestellung brauchen
Die Angaben selbst sind auf allen drei Wegen dieselben. Unterschiedlich ist nur, wie Sie sie einreichen.
Pflichtangaben
- Vollständiger Name, wie er auf dem Ausweis steht
- Bisherige Anschrift
- Neue Anschrift, an die nachgesendet werden soll
- Gewünschtes Startdatum
- Namen aller weiteren Personen, deren Post mit umgeleitet werden soll
Je nach Weg zusätzlich
- Filiale: Personalausweis oder Reisepass mitbringen
- Online: E-Mail-Adresse und bargeldloses Zahlungsmittel
- Geschäftlich: Gewerbeschein, Handels- oder Vereinsregisterauszug
- Für eine andere Person: Vollmacht und deren Ausweis
- Optional: kostenlose Umzugsmitteilung an Absender
Der praktisch wichtigste Unterschied steckt in der ersten Zeile der rechten Spalte: Vor Ort weisen Sie sich aus, online nicht. Deshalb ist der Schalter der Weg für alle Fälle, in denen die Berechtigung geprüft werden muss — und deshalb ist online der schnellere Weg, wenn es an Ihrer eigenen Post nichts zu prüfen gibt.
Bei Geschäftskunden kommt der Nachweis über die Firma dazu, und zwar auf jedem Weg. Welcher Beleg je Rechtsform verlangt wird und wer im Unternehmen den Auftrag überhaupt stellen darf, steht im Ratgeber Nachsendeauftrag für Firmen.
Bezahlarten im Vergleich
Die Zahlungsarten unterscheiden sich je nach Bestellweg deutlich — für viele ist das der eigentliche Entscheidungspunkt:
Online bei der Deutschen Post
Ausschließlich bargeldlos. Welche Verfahren im Einzelnen angeboten werden — Karte, Lastschrift oder ein Online-Bezahldienst —, zeigt der Bezahlschritt im Shop. Barzahlung ist dort in keinem Fall möglich.
In der Postfiliale
Bar oder mit Karte direkt am Schalter. Das ist der einzige Weg, auf dem Sie den Nachsendeauftrag mit Bargeld bezahlen können. An der Poststation zeigt das Gerät, welche Zahlarten es annimmt.
Über einen Dienstleister
Bei uns Kreditkarte sowie Google Pay und Apple Pay. Andere Anbieter setzen andere Verfahren ein — prüfen Sie vor dem Bezahlen, ob der Gesamtpreis sichtbar ausgewiesen ist und ob es sich um eine einmalige Zahlung handelt.
Daraus folgt die vielleicht nützlichste Faustregel dieses Vergleichs: Die Frage nach dem Zahlungsmittel entscheidet den Weg schneller als die Frage nach dem Preis. Wer bargeldlos zahlen kann, bestellt online und spart drei Euro. Wer das nicht kann oder nicht möchte, geht an den Schalter — und zahlt für diese Möglichkeit drei Euro, nicht hundert.
Häufige Fehler — und welcher Weg sie verhindert
Die meisten Probleme mit einem Nachsendeauftrag entstehen nicht beim Bezahlen, sondern bei vier Angaben. Drei davon fängt ein Gespräch am Schalter ab, die vierte keiner der drei Wege von allein.
Startdatum zu knapp gewählt
Der Auftrag braucht mindestens fünf Werktage Vorlauf, empfohlen sind zwei bis drei Wochen. Rückwirkend geht gar nichts. Orientieren Sie sich an dem Tag, ab dem der alte Briefkasten nicht mehr geleert wird — nicht am Tag des Möbelwagens.
Schreibfehler bei Namen oder Anschrift
Ein Tippfehler bei Straße, Hausnummer oder Postleitzahl führt dazu, dass die Umleitung nicht greift. Genauso heikel ist ein Name, der auf den Briefen anders steht als im Auftrag — etwa ein Doppelname oder ein Geburtsname.
Mitziehende Personen vergessen
Weitere Personen im Haushalt — Partnerin, Kinder, Mitbewohner — müssen im Auftrag stehen. Sonst wird ausschließlich Ihre eigene Post nachgesendet, und der Rest läuft weiter an die alte Anschrift.
Ablauf nach sechs Monaten übersehen
Nach sechs Monaten endet der Auftrag, ohne dass jemand erinnert. Wer weiter nachsenden lassen will, braucht rechtzeitig einen neuen Auftrag mit Anschlussdatum — sonst gehen Briefe an die Absender zurück.
Zwei davon — Schreibfehler und vergessene Mitumziehende — fallen am Schalter oft auf, weil jemand gegenliest. Das ist der zweite Gegenwert der drei Euro, neben der Barzahlung. Wenn die Nachsendung trotz laufendem Auftrag nicht greift, hilft die Ursachenliste im Ratgeber Nachsendeauftrag funktioniert nicht — dort stehen die häufigsten Gründe der Reihe nach, vom zu kurzen Vorlauf bis zum alten Briefkasten.
Die kurze Fassung des ganzen Vergleichs: Online ist der günstigste Weg und für die meisten der richtige. Die Filiale kostet drei Euro mehr und ist ihr Geld wert, sobald Bargeld, eine Vollmacht oder eine unklare Angabe im Spiel ist. Der Dienstleister kostet ein Vielfaches und lohnt nur, wenn Sie Aufwand und Terminüberwachung bewusst abgeben wollen.
Nachsendeauftrag einrichten lassen
Sie geben Ihre Daten in unser Formular ein, wir prüfen die Angaben und stellen den Auftrag bei der Deutschen Post. Bei den längeren Laufzeiten behalten wir den Ablauftermin im Blick. Die Postgebühren sind enthalten. Günstiger als der direkte Weg ist das nicht — wer selbst bestellt, zahlt weniger.
Laufzeit wählen und beauftragen →129,90 € für 6 Monate · 239,90 € für 12 Monate · 449,90 € für 24 Monate · Direkt bei der Deutschen Post: 31,90 € online, 34,90 € an Poststation oder Filiale.
Lieber selbst stellen? Anleitung: die drei Wege zum Nachsendeauftrag
Häufige Fragen zu Online-Bestellung, Filiale und Poststation
Ist der Nachsendeauftrag online günstiger als in der Filiale?
Ja. Ein privater Nachsendeauftrag kostet online 31,90 € und an der Poststation oder in der Filiale 34,90 €, jeweils für sechs Monate — die Online-Bestellung ist also drei Euro günstiger. Für Geschäftskunden gilt derselbe Abstand: 51,90 € online gegenüber 54,90 € vor Ort. Der Aufschlag fällt je Auftrag an, nicht je Monat.
Kann ich den Nachsendeauftrag online mit EC-Karte bezahlen?
Am Schalter ja, online nicht: Im Shop der Post läuft die Zahlung ausschließlich bargeldlos über die Verfahren, die dort im Bezahlschritt angeboten werden. Barzahlung und Girocard gehören zum Weg vor Ort. Wer kein Online-Zahlungsmittel hat, geht deshalb in die Filiale — das kostet drei Euro mehr und ist immer noch die günstigste Alternative.
Wie lange dauert es, bis der Nachsendeauftrag aktiv ist?
Belegt sind zwei Werte, und sie gelten für alle drei Wege gleichermaßen: mindestens fünf Werktage Vorlauf vor dem gewünschten Starttag, empfohlen zwei bis drei Wochen. Rückwirkend lässt sich eine Nachsendung nicht einrichten. Konkrete Bearbeitungszeiten je Bestellweg nennen wir bewusst nicht — dazu liegt uns keine belastbare Angabe der Deutschen Post vor.
Was passiert, wenn ich länger als sechs Monate nachsenden lassen möchte?
Seit Januar 2025 bietet die Deutsche Post ausschließlich die Laufzeit von sechs Monaten an. Eine Verlängerung im Wortsinn gibt es nicht: Ein laufender Auftrag lässt sich nicht strecken, es braucht einen kompletten Neuauftrag mit Anschlussdatum, der erneut bezahlt wird. Wie Sie das Anschlussdatum richtig wählen, steht im Ratgeber Nachsendeauftrag verlängern.
Kostet der Nachsendeauftrag an der Poststation dasselbe wie in der Filiale?
Ja. Die Deutsche Post führt Poststation und Filiale preislich gemeinsam: 34,90 € privat und 54,90 € geschäftlich für sechs Monate. Die Poststation spart Ihnen also den Schalter und die Bindung an Öffnungszeiten, nicht die drei Euro Aufschlag gegenüber der Online-Bestellung.
Wo kann ich einen Nachsendeauftrag beantragen?
An drei Stellen: im Online-Shop der Deutschen Post, vor Ort in einer Postfiliale oder an einer Poststation, oder über einen Dienstleister, der den Auftrag für Sie stellt. Ein frei herunterladbares Formular zum Ausdrucken und Einsenden gibt es nicht — warum, steht im Ratgeber Nachsendeauftrag Formular PDF.
Kann ich den Nachsendeauftrag für eine andere Person stellen?
Grundsätzlich ja, sofern nachvollziehbar ist, dass Sie dazu berechtigt sind. Ob und in welcher Form die Deutsche Post eine schriftliche Vollmacht verlangt, ist uns nicht belegt bekannt — das klärt die Filiale oder der Kundenservice im Einzelfall. In der Praxis ist der Schalter dafür der bessere Weg: Eine unterschriebene Vollmacht und der Ausweis der betroffenen Person ersparen die meisten Rückfragen. Für die Post einer verstorbenen Person gelten eigene Anforderungen, siehe Nachsendeauftrag im Sterbefall.
Was kostet der geschäftliche Nachsendeauftrag online und in der Filiale?
51,90 € online und 54,90 € an Poststation oder Filiale, jeweils für sechs Monate — also 20 € mehr als der private Auftrag bei identischem Abstand von drei Euro zwischen den Wegen. Dazu kommt auf jedem Weg ein Nachweis über die Firma. Einzelheiten im Ratgeber Nachsendeauftrag für Firmen.
Lohnt sich ein Dienstleister gegenüber der Bestellung bei der Post?
Rein preislich nicht: Unser Angebot kostet 129,90 € für sechs Monate, bei der Post sind es online 31,90 €. Wer selbst bestellt, zahlt weniger. Der Gegenwert bei uns ist die Abwicklung — Prüfung der Angaben, Auftragstellung und die Terminüberwachung bei den längeren Laufzeiten von 239,90 € für zwölf und 449,90 € für 24 Monate. Wer das selbst erledigt und sich den Ablauftermin notiert, braucht keinen Dienstleister. Worauf Sie bei Anbietern achten sollten, steht im Ratgeber Warnung vor teuren Drittanbietern.
Werden auf allen drei Wegen auch Pakete nachgesendet?
Nein, auf keinem. Der Nachsendeauftrag gilt ausschließlich für Briefsendungen. DHL-Pakete sind nicht enthalten, obwohl DHL zur Deutsche Post DHL Group gehört — Brief- und Paketnetz sind getrennte Systeme. Sendungen von Hermes, DPD, GLS oder UPS erreicht ein Auftrag bei der Post ohnehin nicht. Einzelheiten im Ratgeber DHL Nachsendeauftrag.
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