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Aktualisiert am 11. September 2026 · Lesezeit: 10 Min.

Nachsendeauftrag Dauer: Vorlauf, Startdatum und Aktivierung

Von Lena Hartwig · Fachredakteurin Umzug & Postdienste · Zuletzt geprüft: 11. September 2026

Wer wissen möchte, wie lange ein Nachsendeauftrag dauert, meint fast immer eine andere Frage: Wann muss ich bestellen, damit meine Post rechtzeitig an der neuen Anschrift ankommt? Darauf gibt dieser Ratgeber eine Antwort — und zwar mit den beiden Angaben, die die Deutsche Post selbst nennt: zwei bis drei Wochen Vorlauf sind empfohlen, fünf Werktage sind das Minimum.

Was Sie hier bewusst nicht finden, ist eine Bearbeitungsdauer in Tagen. Dazu liegt uns keine belastbare Angabe der Deutschen Post vor — und eine Zahl zu nennen, die sich nicht belegen lässt, hilft bei der Planung niemandem. Maßgeblich ist der Vorlauf vor dem gewünschten Startdatum. Er allein entscheidet darüber, ob Ihre Nachsendung pünktlich läuft.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Vorlauf ist die entscheidende Größe. Die Deutsche Post empfiehlt zwei bis drei Wochen zwischen Bestellung und gewünschtem Startdatum; das Minimum sind fünf Werktage.
  • Wir nennen bewusst keine Bearbeitungsdauer in Tagen. Eine belastbare Angabe der Deutschen Post dazu liegt uns nicht vor. Wer eine exakte Tageszahl verspricht, kann sie in aller Regel nicht belegen.
  • Rückwirkend ist ein Nachsendeauftrag nicht möglich. Post, die vor dem Startdatum eingeliefert wird, geht an die alte Anschrift — und wird später nicht nachgeholt.
  • Das Startdatum legen Sie selbst fest, solange der Mindestvorlauf eingehalten ist. Ab diesem Tag werden Briefsendungen umgeleitet, keinen Tag früher.
  • Online und Filiale unterscheiden sich beim Vorlauf nicht. Der Bestellweg ändert nichts an den Fristen — online ist der Auftrag lediglich 3 € günstiger und rund um die Uhr möglich.

Wie lange dauert ein Nachsendeauftrag wirklich?

Die Frage nach der Dauer wird üblicherweise als Frage nach einer Bearbeitungszeit gestellt: Wie viele Tage vergehen zwischen Bestellung und Aktivierung? Auf diese Frage gibt es keine belegbare Antwort, und wir geben deshalb auch keine. Die Deutsche Post veröffentlicht keine verbindliche Bearbeitungsdauer für den Nachsendeservice, und jede Tageszahl, die im Netz kursiert, ist damit eine Schätzung ohne Quelle — auch dann, wenn sie sehr präzise klingt.

Was die Post dagegen sehr wohl nennt, ist der Vorlauf: der Abstand zwischen dem Tag, an dem Sie bestellen, und dem Tag, ab dem die Nachsendung laufen soll. Und genau diese Größe brauchen Sie zum Planen.

Die beiden Werte, auf die es ankommt

  • Empfohlener Vorlauf: zwei bis drei Wochen vor dem gewünschten Startdatum
  • Mindestvorlauf: fünf Werktage vor dem gewünschten Startdatum
  • Rückwirkend: nicht möglich — ein bereits vergangener Zeitraum lässt sich nicht nachträglich abdecken

Werktage sind dabei Montag bis Samstag im allgemeinen Sprachgebrauch, in der Praxis der Auftragsbearbeitung rechnen Sie besser konservativ mit Montag bis Freitag. Wochenenden und Feiertage verlängern den Abstand im Kalender entsprechend: Fünf Werktage entsprechen im Regelfall einer vollen Kalenderwoche. Liegt ein Feiertag dazwischen, brauchen Sie einen Tag mehr.

Das ist kein theoretischer Unterschied. Wer am Freitag bestellt und am Montag darauf umzieht, hat rechnerisch zwei Werktage Vorlauf — zu wenig. Wer dieselbe Bestellung eine Woche früher aufgibt, ist im grünen Bereich. Bestellt wird entweder online auf der Nachsendeservice-Seite der Deutschen Post oder vor Ort; wie der Bestellvorgang Schritt für Schritt abläuft und welche Angaben Sie bereithalten sollten, steht im Ratgeber Nachsendeauftrag einrichten.

Vorlauf-Tabelle: Wann Sie spätestens bestellen müssen

Die folgende Tabelle rechnet die beiden belegten Werte auf konkrete Bestelltage um. Sie enthält bewusst keine Aussage darüber, wann die Nachsendung „fertig eingerichtet“ ist — nur darüber, wann Sie den Auftrag spätestens aufgeben sollten, damit Ihr Wunschtermin überhaupt wählbar bleibt.

Sie ziehen um am →Spätestens bestellen am (Minimum 5 Werktage)Empfohlen: 2 Wochen vorherMit Puffer: 3 Wochen vorher
22. des Monats15. des Monats8. des Monats1. des Monats
25. des Monats18. des Monats11. des Monats4. des Monats
28. des Monats21. des Monats14. des Monats7. des Monats
30. des Monats23. des Monats16. des Monats9. des Monats

Die Logik dahinter ist in einem Satz erklärt: Zwischen zwei gleichen Wochentagen liegen genau fünf Werktage. Wer also exakt eine Woche vor dem Umzugstag bestellt, erfüllt den Mindestvorlauf — vorausgesetzt, es fällt kein Feiertag hinein. Zwei Wochen vorher liegen Sie im empfohlenen Korridor, drei Wochen vorher haben Sie Puffer für Rückfragen und Korrekturen.

Ziehen Sie zum Monatsersten um — der häufigste Fall bei Mietverträgen —, rechnen Sie dieselben Abstände in den Vormonat zurück: spätestens rund eine Woche vorher, besser zwei bis drei. Ein zweiter Blick auf den Kalender lohnt sich rund um Ostern, Pfingsten, den Jahreswechsel und die regionalen Feiertage.

Gut zu wissen

Der Vorlauf ist unabhängig davon, ob Sie den Auftrag online oder in der Filiale aufgeben — die Fristen sind dieselben. Damit dieser Punkt im Umzugsstress nicht untergeht, steht der Nachsendeauftrag in unserer Umzugscheckliste als fester Posten zwei bis drei Wochen vor dem Termin.

Sie sind schon knapp dran?

Auch dann ist nichts verloren. Liegt Ihr Umzug weniger als fünf Werktage in der Zukunft, wählen Sie einfach ein späteres Startdatum und überbrücken die wenigen Tage dazwischen anders — etwa über Nachbarn oder den Nachmieter. Ein Startdatum, das den Mindestvorlauf unterschreitet, bringt Ihnen nichts: Die Nachsendung beginnt trotzdem erst, wenn der Auftrag eingerichtet ist.

Das Startdatum: Was Sie festlegen und was es auslöst

Bei der Bestellung geben Sie ein gewünschtes Startdatum an. Ab diesem Tag leitet die Deutsche Post Ihre Briefsendungen an die neue Anschrift um — nicht ab dem Bestelltag und nicht ab dem Tag, an dem Sie die Bestätigung erhalten. Das Startdatum ist der einzige Termin, der zählt.

Der Bestellvorgang lässt nur Startdaten zu, die den Mindestvorlauf von fünf Werktagen einhalten. Ein Datum, das zu nah an der Bestellung liegt, können Sie schlicht nicht auswählen. Das ist kein Mangel, sondern die Schutzfunktion, die verhindert, dass Sie für einen Zeitraum zahlen, der technisch gar nicht abgedeckt werden kann.

Als Startdatum wählen Sie sinnvollerweise Ihren tatsächlichen Umzugstag — oder den Tag davor, wenn Sie sichergehen wollen. Ein früheres Startdatum bedeutet nicht mehr Sicherheit, sondern nur, dass die Post bereits an die neue Anschrift geht, während Sie noch in der alten Wohnung sind.

Wie lange läuft der Auftrag dann?

Ab dem Startdatum läuft der Nachsendeauftrag sechs Monate. Längere Zeiträume verkauft die Deutsche Post seit Januar 2025 nicht mehr am Stück; die früheren 12-Monats-Tarife sind gestrichen. Wer länger absichern will, braucht einen kompletten Neuauftrag mit Anschlussdatum, der erneut bezahlt wird — eine Verlängerung im Wortsinn gibt es nicht. Wie Sie dieses Anschlussdatum wählen, ohne eine Lücke zu erzeugen, rechnet der Ratgeber Nachsendeauftrag verlängern vor.

Am Preis ändert der gewählte Starttermin nichts: Ein privater Auftrag kostet bei der Deutschen Post 31,90 € online und 34,90 € an Poststation oder Filiale, geschäftlich sind es 51,90 € beziehungsweise 54,90 € — jeweils für sechs Monate. Alle Varianten und den Vergleich mit Dienstleisterpreisen finden Sie unter Nachsendeauftrag Kosten.

Rückwirkend nicht möglich — und was mit der Post davor passiert

Ein Nachsendeauftrag wirkt ausschließlich in die Zukunft. Sie können ihn nicht für einen Zeitraum stellen, der bereits begonnen hat, und Sie können ein Startdatum nicht rückdatieren. Wer erst nach dem Umzug daran denkt, kann die Tage dazwischen nicht mehr abdecken.

Der Grund ist nüchtern: Die Umleitung greift beim Sortiervorgang. Ein Brief, der eingeliefert und sortiert wurde, bevor der Auftrag greift, ist bereits auf dem Weg zur alten Anschrift. Nachträglich lässt sich dieser Weg nicht ändern — es gibt keinen Speicher, aus dem die Post später nachgeliefert würde.

Was mit Post geschieht, die vor dem Startdatum ankommt

Sie wird ganz normal an die alte Adresse zugestellt. Es gibt keine Zwischenlösung, keinen Puffer und kein Sammeln: Bis zum Startdatum liefert der Zusteller wie gewohnt an die bisherige Anschrift. Erst danach werden Briefe, Postkarten und adressierte Sendungen umgeleitet. Das kann in den ersten Tagen nach einem Umzug unangenehm sein, wenn Sie bereits ausgezogen sind.

  • Nachmieter oder Nachbarn ansprechen. Eine kurze Bitte, eintreffende Post aufzubewahren, deckt die Übergangstage zuverlässiger ab als jede Terminakrobatik beim Startdatum.
  • Das alte Namensschild noch einige Tage hängen lassen, sofern Vermieter und Nachmieter einverstanden sind. Ohne Schild kann der Zusteller Sendungen nicht zuordnen.
  • Am neuen Briefkasten sofort ein Namensschild anbringen. Nachgesendete Post trägt die neue Anschrift, aber Ihren Namen — fehlt er am Briefkasten, geht die Sendung zurück.

Wenn Sie nur vorübergehend abwesend sind und danach zurückkehren, ist der Nachsendeauftrag ohnehin das falsche Produkt. Für diesen Fall hat die Deutsche Post den Lagerservice im Angebot — Einzelheiten dazu stehen im Ratgeber Lagerservice und Postlagerung.

Was den Start verzögern kann

In den meisten Fällen läuft die Nachsendung ab dem gewählten Startdatum ohne Zutun. Wenn sie es nicht tut, liegt es fast immer an einer der folgenden Ursachen — und die entstehen sämtlich bei der Bestellung, nicht später.

UrsacheWas passiertSo vermeiden Sie es
Abweichende NamensschreibweiseSendungen an eine Schreibweise, die nicht im Auftrag steht, werden nicht erfasstAlle Varianten erfassen: Geburtsname, Doppelname, Umlaut oder Umschrift, Titel
Unvollständige AnschriftDie Umleitung greift nicht oder führt ins LeereHausnummernzusatz, Aufgang, Stockwerk und c/o-Angaben vollständig eintragen
Zahlendreher in der PostleitzahlDie neue Anschrift existiert so nichtAnschrift vor dem Absenden Zeichen für Zeichen gegenlesen
Startdatum zu knapp gewähltDer Mindestvorlauf ist nicht eingehaltenMindestens fünf Werktage, besser zwei bis drei Wochen Vorlauf
Fehlender NachweisDer Auftrag kann nicht abschließend geprüft werdenAusweis privat, Gewerbenachweis geschäftlich bereithalten
Nicht alle Personen erfasstPost an Mitbewohner läuft weiter an die alte AdresseAlle Haushaltsmitglieder in den Auftrag aufnehmen

Die Namensschreibweise ist die häufigste Stolperstelle

Die Nachsendung arbeitet mit einem Abgleich von Name und Anschrift. Steht im Auftrag „Müller“, auf der Sendung aber „Mueller“, „Müller-Schmidt“ oder der Geburtsname, greift die Umleitung für diese Sendung nicht. Das betrifft in der Praxis vor allem vier Gruppen: frisch Verheiratete mit Doppelnamen, Personen mit Umlauten im Namen, Haushalte mit unterschiedlichen Nachnamen und alle, bei denen Post noch unter einem früheren Namen eintrifft. Erfassen Sie im Zweifel jede Variante, unter der Sie Post bekommen.

Ist der Auftrag bereits gestellt und ein Fehler fällt Ihnen erst jetzt auf, lässt sich vieles nachträglich korrigieren — wie das geht und wo die Grenzen liegen, steht im Ratgeber Nachsendeauftrag ändern. Und wenn der Auftrag nachweislich läuft, aber trotzdem keine Post ankommt, gehen Sie die Ursachen der Reihe nach durch: Nachsendeauftrag funktioniert nicht.

Der Eilauftrag als Option für kurzfristige Fälle

Für kurzfristige Fälle bietet die Deutsche Post den Eilauftrag an. Er lässt sich im Bestellvorgang als Zusatzoption auswählen, und der Aufpreis wird Ihnen dort angezeigt, bevor Sie bestellen.

Wir nennen hier weder eine Dauer noch einen Preis für diese Option — zu beidem liegt uns keine belastbare Angabe der Deutschen Post vor. Verlassen Sie sich deshalb nicht auf Zahlen aus zweiter Hand, sondern auf das, was im Bestellvorgang steht. Auch beim Eilauftrag gilt im Übrigen keine Zusage auf einen bestimmten Tag: Die Post spricht von einer beschleunigten Bearbeitung, nicht von einem garantierten Termin.

Der wichtigere Punkt: Mit ausreichendem Vorlauf ist diese Option überflüssig. Wer zwei bis drei Wochen vorher bestellt, zahlt keinen Aufpreis und braucht keine beschleunigte Bearbeitung. Der Eilauftrag ist die Reparatur eines Planungsfehlers, kein Standardbestandteil eines Umzugs.

Online oder Filiale: Unterschied beim Vorlauf?

Nein. Der Mindestvorlauf von fünf Werktagen und die Empfehlung von zwei bis drei Wochen gelten für beide Bestellwege. Es gibt keinen Weg, über den ein Auftrag früher greift, und keinen technischen Vorteil der einen oder anderen Methode. Wer in der Filiale bestellt, bekommt exakt dieselbe Nachsendung wie online.

Der Unterschied liegt woanders — beim Preis und beim Aufwand:

MerkmalOnlinePoststation / Filiale
Preis privat, 6 Monate31,90 €34,90 €
Preis geschäftlich, 6 Monate51,90 €54,90 €
Mindestvorlauf5 Werktage5 Werktage
Empfohlener Vorlauf2 bis 3 Wochen2 bis 3 Wochen
Verfügbarkeitrund um die Uhrzu den Öffnungszeiten

Online sparen Sie damit 3 € und die Anfahrt. Der praktische Effekt auf den Zeitplan ist indirekt, aber real: Wer den Auftrag abends vom Sofa aus stellen kann, stellt ihn eher früh — und Vorlauf ist genau das, worauf es ankommt. Die beiden Wege im Detail vergleicht der Ratgeber Nachsendeauftrag online oder in der Filiale.

Vorteil der Online-Bestellung

Kein Warten am Schalter, keine Öffnungszeiten, 3 € geringere Gebühr. An den Fristen ändert das nichts — der Vorlauf vor dem Startdatum bleibt in beiden Fällen derselbe.

Nachsendung ins Ausland: mehr Vorlauf einplanen

Zieht die Anschrift ins Ausland, bleibt die Regel dieselbe, aber der Spielraum wird kleiner. Planen Sie hier das obere Ende des empfohlenen Korridors ein: drei Wochen Vorlauf statt zwei. Eine gesonderte Frist für Auslandsaufträge nennt die Deutsche Post nicht, und wir nennen deshalb auch keine.

Zwei Gründe sprechen trotzdem für den größeren Abstand. Erstens ist bei einer Anschrift im Ausland mehr an Angaben zu prüfen — Schreibweisen, Zustellformate und Postleitzahlensysteme unterscheiden sich von Land zu Land, und ein Fehler fällt erst auf, wenn Post ausbleibt. Zweitens sind nachgesendete Briefe ins Ausland länger unterwegs als innerhalb Deutschlands; zur Laufzeit des Auftrags kommt also noch die Laufzeit der einzelnen Sendung.

Was ein Auslandsauftrag kostet, welche Länder erfasst sind und worauf Sie bei der Adressschreibweise achten müssen, steht im Ratgeber Nachsendeauftrag ins Ausland. Den Umzug als Ganzes — also auch alles, was neben der Post noch eine neue Anschrift braucht — ordnet der Ratgeber Umzug: Post nachsenden lassen.

Und unabhängig vom Zielland gilt: Der Nachsendeauftrag erfasst ausschließlich Briefsendungen. Pakete und Päckchen sind nicht enthalten, auch keine DHL-Pakete — Brief- und Paketnetz sind getrennte Systeme. Für Pakete ändern Sie die Lieferadresse direkt beim Absender; die Einzelheiten stehen unter DHL Nachsendeauftrag.

Tipps für einen reibungslosen Start

Mit diesen Punkten stellen Sie sicher, dass die Nachsendung am gewünschten Tag greift und in der Übergangsphase nichts liegen bleibt:

  • Vorlauf zuerst planen, dann alles andere. Tragen Sie den spätesten Bestelltag in den Kalender ein, sobald der Umzugstermin feststeht — nicht umgekehrt.
  • Bestätigung prüfen. Nach der Bestellung erhalten Sie eine Bestätigung. Kontrollieren Sie Startdatum, Namensschreibweisen und beide Anschriften. Korrekturen sind möglich, aber je früher, desto einfacher — siehe Nachsendeauftrag ändern.
  • Nachmieter und Nachbarn informieren. Für die Tage vor dem Startdatum ist das die wirksamste Absicherung, weil ein Nachsendeauftrag diesen Zeitraum nicht abdecken kann.
  • Briefkastenschild anbringen — an der neuen Adresse sofort. Nachgesendete Sendungen tragen Ihren Namen; ohne Schild kann der Zusteller sie nicht zuordnen.
  • Wichtige Absender direkt umstellen. Bank, Versicherung, Arbeitgeber, Finanzamt und Meldebehörde sollten die neue Anschrift ohnehin direkt bekommen. Welche Stelle wann dran ist, ordnet die Checkliste zur Adressänderung nach Zeitpunkt.
  • Das Ende des Auftrags notieren. Sechs Monate sind schneller vorbei als gedacht, und die Post erinnert nicht daran. Wer länger absichern will, plant den Anschlussauftrag rechtzeitig: Nachsendeauftrag verlängern.

Der Nachsendeauftrag ist eine Übergangslösung, keine dauerhafte Adressverwaltung. Er verschafft Ihnen die Zeit, alle Absender in Ruhe umzustellen — mehr nicht, aber auch nicht weniger.

Nachsendeauftrag mit ausreichend Vorlauf einrichten lassen

Wir stellen den Auftrag bei der Deutschen Post, prüfen Ihre Angaben vorab auf die typischen Fehlerquellen — Namensschreibweise, Anschrift, Startdatum — und behalten bei den längeren Laufzeiten den Ablauftermin im Blick. Alle Postgebühren sind enthalten. Günstiger als bei der Post ist das nicht: Wer selbst bestellt und selbst an die Termine denkt, zahlt weniger.

Startdatum wählen und beauftragen →

129,90 € für 6 Monate · 239,90 € für 12 Monate · 449,90 € für 24 Monate · Postgebühren enthalten. Direkt bei der Deutschen Post: 31,90 € online für 6 Monate privat.

Lieber selbst stellen? Anleitung: die drei Wege zum Nachsendeauftrag

Häufige Fragen zur Dauer des Nachsendeauftrags

Wie lange dauert es, bis der Nachsendeauftrag aktiv ist?

Die Nachsendung beginnt an dem Startdatum, das Sie bei der Bestellung angeben — nicht an einem Tag, den die Post nachträglich festlegt. Entscheidend ist deshalb nicht eine Bearbeitungszeit, sondern der Vorlauf: mindestens fünf Werktage zwischen Bestellung und Startdatum, empfohlen sind zwei bis drei Wochen. Eine Bearbeitungsdauer in Tagen nennen wir bewusst nicht, weil uns dazu keine belastbare Angabe der Deutschen Post vorliegt.

Was passiert mit meiner Post während der Bearbeitungszeit?

Bis zum Startdatum wird Ihre Post ganz normal an die alte Adresse zugestellt. Es gibt keine Zwischenlösung und keinen Puffer: Erst ab dem Startdatum werden Briefsendungen umgeleitet. Für die Tage davor bitten Sie am besten Nachbarn oder den Nachmieter, eintreffende Post aufzubewahren.

Wann sollte ich den Nachsendeauftrag vor dem Umzug bestellen?

Zwei bis drei Wochen vor dem gewünschten Startdatum — das ist der von der Deutschen Post empfohlene Vorlauf. Das Minimum sind fünf Werktage, also im Regelfall eine volle Kalenderwoche. Bei einem Umzug am 25. eines Monats heißt das: spätestens am 18. bestellen, besser am 11. oder am 4. Bei einer Anschrift im Ausland planen Sie drei Wochen ein.

Dauert die Aktivierung online genauso lange wie in der Filiale?

Ja. Der Mindestvorlauf von fünf Werktagen und der empfohlene Vorlauf von zwei bis drei Wochen gelten für beide Bestellwege gleichermaßen. Online ist der Auftrag lediglich 3 € günstiger (31,90 € statt 34,90 € privat) und rund um die Uhr möglich — an den Fristen ändert der Bestellweg nichts.

Kann ich einen Nachsendeauftrag rückwirkend stellen?

Nein. Ein Nachsendeauftrag wirkt ausschließlich in die Zukunft, und das Startdatum lässt sich nicht rückdatieren. Post, die vor dem Startdatum eingeliefert wurde, ist bereits auf dem Weg zur alten Anschrift und wird nicht nachgeholt. Wenn Sie bereits umgezogen sind, wählen Sie das nächstmögliche Startdatum und überbrücken die Lücke über Nachbarn oder den Nachmieter.

Warum nennen Sie keine Bearbeitungszeit in Tagen?

Weil uns dazu keine belastbare Angabe der Deutschen Post vorliegt. Im Netz kursieren präzise klingende Tageszahlen, für die sich keine Quelle finden lässt. Belegt sind nur zwei Werte, und mit denen planen Sie zuverlässiger: Mindestvorlauf fünf Werktage, empfohlener Vorlauf zwei bis drei Wochen. Alles andere wäre eine Schätzung, die Ihnen im Zweifel Sicherheit vorgaukelt.

Wie kurzfristig kann ich einen Nachsendeauftrag stellen?

Das gewünschte Startdatum muss mindestens fünf Werktage in der Zukunft liegen. Ein Datum darunter lässt sich im Bestellvorgang nicht auswählen. Wochenenden und Feiertage zählen nicht als Werktage — fünf Werktage entsprechen damit im Regelfall einer vollen Kalenderwoche, bei einem Feiertag dazwischen einem Tag mehr.

Was kann den Start eines Nachsendeauftrags verzögern?

Fast immer sind es Angaben aus der Bestellung: eine abweichende Namensschreibweise (Geburtsname, Doppelname, Umlaut oder Umschrift), eine unvollständige Anschrift ohne Hausnummernzusatz oder c/o-Zeile, ein Zahlendreher in der Postleitzahl, ein zu knapp gewähltes Startdatum oder nicht erfasste Mitbewohner. Läuft der Auftrag und es kommt trotzdem nichts an, hilft der Ratgeber Nachsendeauftrag funktioniert nicht bei der Eingrenzung.

Beschleunigt ein Eilauftrag den Start?

Die Deutsche Post bietet den Eilauftrag als Zusatzoption im Bestellvorgang an, gegen Aufpreis. Wir nennen dazu weder eine Dauer noch einen Preis, weil uns zu beidem keine belastbare Angabe vorliegt — beides sehen Sie im Bestellvorgang, bevor Sie bestellen. Eine Zusage auf einen bestimmten Tag ist damit ohnehin nicht verbunden. Mit zwei bis drei Wochen Vorlauf brauchen Sie die Option nicht.

Wie lange läuft ein Nachsendeauftrag ab dem Startdatum?

Sechs Monate. Seit Januar 2025 bietet die Deutsche Post nur noch diese eine Laufzeit an; die früheren 12-Monats-Tarife wurden gestrichen. Längere Zeiträume entstehen ausschließlich als Kette mehrerer Aufträge: Jeder Anschlussauftrag wird neu bestellt und neu bezahlt. Den Rechenweg dazu finden Sie unter Nachsendeauftrag verlängern.

Quellen

  • Deutsche Post AG, „Nachsendeservice“, abgerufen am 11.09.2026 — Quelle
  • Deutsche Post AG, „Nachsendeservice im Online-Shop“, abgerufen am 11.09.2026 — Quelle
  • Deutsche Post AG, „Nachsendeservice für Geschäftskunden“, abgerufen am 11.09.2026 — Quelle