Aktualisiert am 12. September 2026 · Lesezeit: 10 Min.
Postlagerung oder Nachsendeauftrag: Welcher Service passt zu Ihrer Situation?
Von Lena Hartwig · Fachredakteurin Umzug & Postdienste · Zuletzt geprüft: 12. September 2026
Sie verreisen oder ziehen um und fragen sich, was mit Ihrer Post passiert? Die Deutsche Post bietet zwei Lösungen: die Postlagerung — offiziell „Lagerservice“ — und den Nachsendeauftrag. Beide schützen Ihre Post, doch sie unterscheiden sich grundlegend in Dauer, Kosten und Einsatzzweck.
Dieser Ratgeber ist die Entscheidungshilfe: eine Gegenüberstellung in der Tabelle, drei Fragen, die die Wahl in fast allen Fällen klären, und die typischen Situationen von Urlaub bis Zweitwohnsitz. Was der Lagerservice im Einzelnen leistet, kostet und ausschließt, steht im Ratgeber Post lagern statt nachsenden — hier geht es darum, welches der beiden Produkte zu Ihrer Situation passt.
Das Wichtigste in Kürze
- Lagern heißt sammeln, nachsenden heißt umleiten. Die Postlagerung hält Ihre Briefe am Zustellort zurück und stellt sie nach Auftragsende gebündelt zu. Der Nachsendeauftrag leitet sie an eine andere Adresse um.
- Kommen Sie an dieselbe Adresse zurück und sind Sie höchstens einen Monat weg? Dann ist der Lagerservice die passende und zugleich die günstigere Wahl: 15,90 € online für bis zu einen Monat.
- Ziehen Sie um oder sind Sie länger als einen Monat weg? Dann ist der Nachsendeauftrag das richtige Produkt: 31,90 € online für sechs Monate — seit Januar 2025 die einzige Laufzeit der Deutschen Post.
- Beide Services beauftragen Sie spätestens fünf Werktage vor Beginn, rückwirkend geht nichts. Beim Nachsendeauftrag sind zwei bis drei Wochen Vorlauf empfohlen.
- Pakete sind bei beiden nicht dabei. Lagerservice und Nachsendeauftrag gelten nur für Briefsendungen; DHL-Pakete laufen im getrennten Paketnetz weiter.
- Wir bieten keinen Lagerservice an. Für den Urlaubsfall brauchen Sie uns nicht — den Lagerauftrag stellen Sie direkt bei der Post. Nachsendeaufträge richten wir ein, zu einem höheren Preis als die Post selbst.
Inhaltsverzeichnis
- Was die Postlagerung ist
- Was ein Nachsendeauftrag ist
- Vergleichstabelle: Postlagerung vs. Nachsendeauftrag
- Entscheidungshilfe: drei Fragen, eine Antwort
- Typische Situationen von Urlaub bis Zweitwohnsitz
- Wann die Postlagerung sinnvoll ist
- Wann ein Nachsendeauftrag sinnvoll ist
- Kann man beides kombinieren?
- Was beide Services nicht können: Pakete
- Dritte Option: Digitaler Briefkasten
- Häufige Fragen
Was die Postlagerung ist
Bei der Postlagerung — auch „Post lagern lassen“ genannt, bei der Post offiziell Lagerservice — werden Ihre Briefsendungen während Ihrer Abwesenheit nicht zugestellt, sondern von der Deutschen Post am bisherigen Zustellort zurückgehalten und gesammelt. Abholen müssen Sie nichts: Nach dem Ende des Auftrags stellt die Post die angesammelten Sendungen gebündelt zu.
Die Postlagerung ist der typische Service für Urlaub und kurze Abwesenheiten. Anstatt Briefe im überquellenden Briefkasten zu hinterlassen — was auch ein Einbruchsrisiko darstellt — werden sie für die Dauer des Auftrags zurückgehalten. Ein Auftrag läuft höchstens einen Monat und mindestens einen Tag.
Postlagerung auf einen Blick
- Dauer: maximal 1 Monat je Auftrag
- Kosten: privat 15,90 € online / 17,90 € an Poststation oder Filiale, geschäftlich 24,90 € / 28,90 € — Einzelheiten im Ratgeber zum Lagerservice
- Rückgabe: keine Abholung — gebündelte Zustellung nach Auftragsende
- Vorlauf: mindestens 5 Werktage vor Beginn beauftragen
- Geeignet für: Urlaub, Kurzreisen, Geschäftsreisen
Wichtig: Der Auftrag muss mindestens fünf Werktage vor Beginn der Abwesenheit vorliegen. Pakete und Einschreiben, die eine Unterschrift verlangen, sind nicht im Lagerservice enthalten — sie folgen den normalen Zustellversuchen. Einwurf-Einschreiben dagegen werden mitgesammelt.
Was ein Nachsendeauftrag ist
Beim Nachsendeauftrag wird Ihre Post nicht gelagert, sondern aktiv an eine neue Adresse weitergeleitet. Ihre Briefsendungen — Briefe, Postkarten, Einschreiben, Warensendungen — werden automatisch an die neue Adresse umgeleitet. Sie müssen nichts abholen. Pakete und Päckchen sind nicht dabei: Der Nachsendeauftrag wird nur im Briefnetz hinterlegt, das Paketnetz von DHL bleibt davon unberührt. Was das für Paketsendungen bedeutet, steht im Ratgeber DHL Nachsendeauftrag: Werden Pakete weitergeleitet?.
Der Nachsendeauftrag ist die Standardlösung beim Umzug. Die Deutsche Post bietet seit Januar 2025 ausschließlich eine Laufzeit von 6 Monaten an. Wer länger nachsenden lassen möchte, braucht einen neuen Auftrag mit Anschlussdatum — selbst gestellt oder über einen Dienstleister wie uns, der den Ablauftermin im Blick behält.
Nachsendeauftrag auf einen Blick
- Dauer: 6 Monate je Auftrag — längere Zeiträume (12, 18 oder 24 Monate) nur über Anschlussaufträge
- Kosten: privat 31,90 € online / 34,90 € an Poststation oder Filiale, geschäftlich 51,90 € / 54,90 € — jeweils für 6 Monate direkt bei der Post
- Zustellung: automatische Weiterleitung an die neue Adresse
- Geeignet für: Umzug, längere Auslandsaufenthalte, Wohnungswechsel
Ausführliche Informationen zu den Kosten finden Sie in unserem Artikel Nachsendeauftrag Kosten 2026. Dort vergleichen wir die Preise der Deutschen Post mit denen von Dienstleistern — unsere eingeschlossen.
Vergleichstabelle: Postlagerung vs. Nachsendeauftrag
Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede zwischen Postlagerung und Nachsendeauftrag auf einen Blick. Alle Preise sind die Gebühren der Deutschen Post, Stand 2026:
| Kriterium | Postlagerung (Lagerservice) | Nachsendeauftrag |
|---|---|---|
| Zweck | Urlaub, kurze Abwesenheit — Sie kommen an dieselbe Adresse zurück | Umzug, längere Abwesenheit — die Post soll woanders ankommen |
| Dauer | 1 Tag bis max. 1 Monat je Auftrag | 6 Monate je Auftrag; bei vorübergehender Abwesenheit 14 Tage bis 6 Monate |
| Preis privat | 15,90 € online, 17,90 € Poststation/Filiale, für bis zu 1 Monat — Details zum Lagerservice | 31,90 € online, 34,90 € Poststation/Filiale, für 6 Monate |
| Preis geschäftlich | 24,90 € online, 28,90 € Poststation/Filiale | 51,90 € online, 54,90 € Poststation/Filiale |
| Was passiert mit der Post? | wird am Zustellort gesammelt | wird an die neue Adresse weitergeleitet |
| Wann bekommen Sie die Post? | gebündelt nach Auftragsende | laufend; die Laufzeit der Sendungen verlängert sich durch die Umleitung |
| Abholung nötig? | nein, Zustellung nach Auftragsende | nein, automatische Zustellung |
| Pakete inklusive? | nein (nur Briefsendungen) | nein (nur Briefsendungen) |
| Einschreiben | Einwurf ja, mit Unterschrift nein | im Inland ja, ins Ausland nein |
| Verlängerbar? | nein — für längere Zeiträume ein weiterer Auftrag im Anschluss | nicht im Wortsinn — neuer Auftrag mit Anschlussdatum, selbst gestellt oder über einen Dienstleister |
| Vorlauf | mindestens 5 Werktage | mindestens 5 Werktage, 2 bis 3 Wochen empfohlen |
| Online bestellbar? | ja | ja |
| Für wen | Urlauber, Kur- und Klinikaufenthalte bis zu einem Monat, Dienstreisen | Umziehende, Zweitwohnsitz, Auslandsaufenthalte, längere Abwesenheiten mit Erreichbarkeit |
Die Preisspalten zeigen die Gebühren der Deutschen Post. Wer den Nachsendeauftrag über uns beauftragt, zahlt 129,90 € für 6 Monate, 239,90 € für 12 Monate oder 449,90 € für 24 Monate — die Postgebühren sind enthalten, die Differenz ist der Preis für die Abwicklung und die Fristenüberwachung. Wer selbst bestellt, zahlt weniger. Einen Lagerservice bieten wir nicht an.
Entscheidungshilfe: drei Fragen, eine Antwort
In den meisten Fällen genügen drei Fragen, um zwischen Lagerung und Nachsendung zu entscheiden. Gehen Sie sie der Reihe nach durch:
Frage 1: Kommen Sie an dieselbe Adresse zurück?
Ja, und ich bin höchstens einen Monat weg — dann ist der Lagerservice die richtige Wahl. Ihre Post bleibt, wo sie ist, und wird nach Ihrer Rückkehr gebündelt zugestellt. Mit 15,90 € online ist das zugleich die günstigere Lösung; ein Nachsendeauftrag über sechs Monate wäre für drei Wochen Urlaub das falsche Produkt.
Nein, ich ziehe um — weiter zu Frage 2.
Ja, aber ich bin länger als einen Monat weg — weiter zu Frage 3.
Frage 2: Ziehen Sie um?
Dann kommt nur der Nachsendeauftrag infrage. Die alte Adresse fällt dauerhaft weg, es gibt nichts zu sammeln — die Post muss dorthin, wo Sie künftig wohnen. Das gilt für den Umzug innerhalb Deutschlands genauso wie für den Umzug ins Ausland und für die Verlegung des Lebensmittelpunkts an einen Zweitwohnsitz. Was rund um den Umzug sonst noch ansteht, fasst unsere Umzug-Checkliste zusammen.
Frage 3: Länger als einen Monat weg, aber Sie kommen zurück?
Das ist die Lücke zwischen beiden Produkten, und dafür gibt es zwei Wege:
- Weiterer Lagerauftrag im Anschluss. Ein einzelner Lagerauftrag endet spätestens nach einem Monat. Für zwei Monate Abwesenheit können Sie einen zweiten Auftrag direkt anschließen lassen. Eine ausdrückliche Regel dazu nennt die Deutsche Post in ihren häufigen Fragen nicht — ob und wie nahtlos ein Anschlussauftrag möglich ist, klärt im Zweifel der Kundenservice der Post.
- Nachsendeauftrag wegen vorübergehender Abwesenheit. Die Deutsche Post bietet den Nachsendeservice ausdrücklich auch für eine vorübergehende Abwesenheit an, etwa bei Kuraufenthalten oder befristeten Versetzungen. Die Mindestlaufzeit beträgt hier 14 Tage, die Höchstlaufzeit 6 Monate. Sie lassen die Post an eine Vertrauensperson — Eltern, Partner, Nachbarn — oder an Ihren vorübergehenden Aufenthaltsort umleiten; ab dem vereinbarten Wiederzustelldatum wird wieder an die bisherige Adresse zugestellt.
Welcher Weg besser ist, hängt davon ab, ob Sie in dieser Zeit erreichbar sein müssen. Wer fristgebundene Post erwartet — Behördenbescheide, Rechnungen, Versicherungsunterlagen —, ist mit der Nachsendung an eine Vertrauensperson besser bedient, weil die Lagerung alles bis zur Rückkehr liegen lässt. Wer nur will, dass der Briefkasten nicht überquillt, kommt mit der Lagerung aus.
Kurzformel: Zurück an dieselbe Adresse und höchstens ein Monat → lagern. Umzug → nachsenden. Länger weg, aber Rückkehr → Anschluss-Lagerauftrag oder Nachsendung an eine Vertrauensperson.
Typische Situationen von Urlaub bis Zweitwohnsitz
So sieht die Entscheidung in den Situationen aus, die am häufigsten hinter der Frage „Post lagern oder nachsenden?“ stehen:
Urlaub
Zwei bis vier Wochen weg, danach zurück in dieselbe Wohnung: der klassische Fall für den Lagerservice. Beauftragen Sie ihn spätestens fünf Werktage vor der Abreise und setzen Sie das Ende auf den Tag Ihrer Rückkehr. Ein Nachsendeauftrag lohnt sich hier nicht — Sie würden sechs Monate bezahlen und hätten unterwegs ohnehin keine Adresse, an der die Post Sie rechtzeitig erreicht.
Kur oder Krankenhaus
Bei einem planbaren Aufenthalt von bis zu einem Monat genügt der Lagerservice; die Deutsche Post nennt den Kuraufenthalt selbst als typischen Anlass. Dauert die Behandlung länger oder müssen Sie in dieser Zeit auf Post reagieren — Bescheide der Krankenkasse, Rechnungen, Fristen —, ist ein Nachsendeauftrag wegen vorübergehender Abwesenheit an eine Vertrauensperson die sicherere Wahl. Auch dann gilt der Vorlauf von fünf Werktagen; rückwirkend lässt sich keiner der beiden Services einrichten.
Auslandssemester
Vier bis sechs Monate im Ausland, die Wohnung in Deutschland bleibt bestehen: Das ist zu lang für einen einzelnen Lagerauftrag. Sinnvoll ist ein Nachsendeauftrag wegen vorübergehender Abwesenheit — entweder an die Eltern oder eine andere Vertrauensperson in Deutschland, die wichtige Post öffnet und Ihnen weiterleitet, oder direkt an die Adresse im Ausland. Für die zweite Variante gelten engere Grenzen: Ins Ausland werden nur Briefe und Postkarten nachgesendet, keine Einschreiben. Die Einzelheiten stehen im Ratgeber Nachsendeauftrag ins Ausland. Wer die Wohnung dagegen aufgibt, ist im Umzugsfall.
Umzug
Beim Umzug gibt es nichts zu entscheiden: Nachsendeauftrag, und zwar rechtzeitig — mindestens fünf Werktage vor dem Umzugstag, besser zwei bis drei Wochen. Er fängt in den ersten Monaten alles auf, was noch an die alte Anschrift geht, während Sie Ihre Adresse bei Banken, Versicherungen, Behörden und Online-Shops ändern. Was der Auftrag bei der Post und was er über uns kostet, steht im Ratgeber Nachsendeauftrag Kosten; alle weiteren Aufgaben rund um den Umzugstag listet die Umzug-Checkliste.
Zweitwohnsitz
Wer zwischen zwei Wohnungen pendelt, hat es mit keinem der beiden Standardfälle zu tun. Eine Lagerung hilft nicht, weil an beiden Adressen Post ankommt; ein dauerhafter Umzugsauftrag passt nicht, weil Sie beide Adressen behalten. In Betracht kommt ein Nachsendeauftrag für die Zeit, die Sie überwiegend an der zweiten Adresse verbringen — als vorübergehende Abwesenheit oder als Umzug, je nachdem, ob sich Ihr Lebensmittelpunkt verlagert. Die Varianten und ihre Fallstricke erklärt der Ratgeber Nachsendeauftrag bei Zweitwohnsitz.
Wann die Postlagerung sinnvoll ist
Die Postlagerung ist die richtige Wahl, wenn Sie Ihre Wohnung nicht dauerhaft verlassen, sondern nur vorübergehend abwesend sind. Die aktuellen Konditionen des Lagerservice der Deutschen Post — Preise, Höchstdauer und die Sonderfälle Pakete und Einschreiben — haben wir dort im Detail zusammengestellt. Typische Szenarien:
Urlaub (bis zu einem Monat)
Sie verreisen und möchten nicht, dass sich Briefe im Briefkasten stapeln. Besonders sinnvoll, wenn niemand den Briefkasten leeren kann.
Geschäftsreise
Längere Dienstreisen oder Montage-Einsätze, nach denen Sie an Ihre Adresse zurückkehren.
Renovierung / Baustelle
Während einer Wohnungsrenovierung vorübergehend nicht vor Ort? Post lagern lassen schützt vor Verlust.
Sicherheit vor Einbruch
Ein überquellender Briefkasten signalisiert Abwesenheit. Die Postlagerung nimmt dieses Signal weg.
Fazit: Postlagerung eignet sich für alle, die zurückkommen und ihre Post danach auf einen Schlag zugestellt bekommen wollen. Sobald Sie länger als einen Monat weg sind oder Ihre Adresse sich ändert, stößt der Service an seine Grenzen.
Wann ein Nachsendeauftrag sinnvoll ist
Ein Nachsendeauftrag ist immer dann die passende Lösung, wenn sich Ihre Adresse dauerhaft ändert — oder Sie länger als einen Monat abwesend sind und in dieser Zeit erreichbar bleiben wollen:
Umzug innerhalb Deutschlands
Der Klassiker: Sie ziehen in eine neue Wohnung und möchten keine Post verlieren, während Absender Ihre Adresse aktualisieren. Mehr zum Thema Umzug.
Umzug ins Ausland
Auch bei einem Wegzug ins Ausland leitet die Post Ihre Briefe an die neue Anschrift weiter — eine Beschränkung auf EU-Länder gibt es nicht, wohl aber engere Grenzen: keine Einschreiben, keine Warensendungen. Einzelheiten im Ratgeber Nachsendeauftrag ins Ausland.
Trennung / Scheidung
Einer der Partner zieht aus und braucht eine lückenlose Umleitung der eigenen Post an die neue Adresse.
Pflegeheim / Betreutes Wohnen
Angehörige mit Vollmacht oder Betreuer können den Nachsendeauftrag einrichten, damit Post zuverlässig am neuen Wohnort ankommt. Auch im Sterbefall relevant.
Die Deutsche Post verlangt für den Nachsendeauftrag einen Vorlauf von mindestens 5 Werktagen; empfohlen sind zwei bis drei Wochen, rückwirkend ist nichts möglich. Tipp: Wenn Sie sicherstellen möchten, dass wirklich nichts verloren geht, planen Sie mindestens 12 Monate Laufzeit ein — also einen Anschlussauftrag nach den ersten sechs Monaten. Behörden, Versicherungen und Online-Shops brauchen oft länger, um Adressänderungen zu verarbeiten. Welche Sendungen auch der Nachsendeauftrag nicht erfasst, steht im Ratgeber Was wird nicht nachgesendet?.
Kann man Postlagerung und Nachsendeauftrag kombinieren?
Nicht gleichzeitig, sondern nacheinander. Beide Aufträge verfügen über dieselbe Post an derselben Adresse — entweder sie wird gesammelt, oder sie wird umgeleitet. Eine Kombination beider Services für dieselbe Adresse sieht die Deutsche Post in ihren häufigen Fragen nicht vor. Wer einen Sonderfall hat, klärt ihn vorab mit dem Kundenservice der Post.
Was problemlos möglich ist: eine zeitliche Abfolge. Beispiel: Sie nutzen die Postlagerung während Ihres dreiwöchigen Urlaubs. Anschließend richten Sie einen Nachsendeauftrag ein, weil Sie direkt nach dem Urlaub in die neue Wohnung ziehen. So sind Sie in beiden Phasen abgesichert — beachten Sie nur, dass auch der zweite Auftrag seinen Vorlauf von fünf Werktagen braucht, also am besten schon vor der Abreise gestellt wird.
Praxis-Tipp
Wenn Ihr Umzug länger als einen Monat dauert — etwa weil die neue Wohnung noch renoviert wird — ist ein Nachsendeauftrag an eine Zwischenadresse (z. B. Eltern oder Freunde) oft die bessere Lösung als Postlagerung. Für den späteren Wechsel von der Zwischenadresse in die endgültige Wohnung stellen Sie einen weiteren Nachsendeauftrag; die Post verlangt für jede weitere Adressänderung einen zusätzlichen Auftrag.
Was beide Services nicht können: Pakete
Der häufigste Irrtum bei beiden Produkten betrifft Pakete. Weder der Lagerservice noch der Nachsendeauftrag erfasst DHL-Pakete und Päckchen. Beide Aufträge gelten ausschließlich für Briefsendungen; das Paketnetz von DHL ist ein getrenntes System, auch wenn DHL zur selben Unternehmensgruppe gehört. Beim Lagerservice werden Päckchen und Pakete nach den Vorschriften der AGB Paket/Express National behandelt, beim Nachsendeauftrag sind DHL Paket, DHL Kleinpaket und DHL Päckchen ausdrücklich ausgeschlossen.
Für ein Paket, das während Ihrer Abwesenheit oder nach dem Umzug an die alte Adresse geht, gilt deshalb das normale Verfahren: Zustellversuch, gegebenenfalls Abgabe beim Nachbarn oder Hinterlegung zur Abholung — und wenn niemand es annimmt, geht es an den Absender zurück. Wer Pakete erwartet, regelt das getrennt: über die Adressänderung in den Shop-Konten, die Zustelloptionen von DHL oder eine Packstation. Was im Einzelnen hilft, steht im Ratgeber DHL Nachsendeauftrag: Werden Pakete weitergeleitet?.
Auch bei Einschreiben lohnt der Blick ins Detail: Der Lagerservice sammelt nur Einschreiben Einwurf, nicht Einschreiben mit Unterschrift. Der Nachsendeauftrag leitet Einschreiben im Inland weiter, ins Ausland dagegen nicht. Die vollständige Liste der Ausnahmen beim Nachsendeauftrag steht im Ratgeber Was wird nicht nachgesendet?.
Dritte Option: Digitaler Briefkasten / Postscan
Neben Postlagerung und Nachsendeauftrag gibt es eine dritte Alternative: den digitalen Briefkasten (auch Postscan-Service genannt). Dabei wird Ihre Post an eine spezielle Adresse geleitet, dort geöffnet, eingescannt und Ihnen digital per App oder E-Mail zur Verfügung gestellt.
Vorteile eines digitalen Briefkastens:
- Standortunabhängig: Zugriff auf Ihre Post von überall — ob im Ausland oder auf Reisen
- Benachrichtigung: Sie werden informiert, sobald neue Post eingescannt ist
- Archivierung: Alle Briefe werden digital archiviert und sind jederzeit abrufbar
Nachteile: Diese Dienste sind Abo-Modelle mit laufender monatlicher Gebühr und eignen sich eher für Vielreisende, digitale Nomaden oder Unternehmen. Für einen einfachen Umzug oder einen Urlaub ist der klassische Nachsendeauftrag beziehungsweise der Lagerservice in der Regel die günstigere und unkompliziertere Lösung.
Sie ziehen um? Nachsendeauftrag einrichten lassen
Für einen Umzug stellen wir den Nachsendeauftrag bei der Deutschen Post und behalten bei den längeren Laufzeiten den Ablauftermin im Blick. Die Gebühren der Post sind enthalten. Für eine Urlaubsabwesenheit ist der Lagerservice der Post die günstigere Wahl — den bieten wir nicht an, dafür brauchen Sie uns nicht.
Jetzt Nachsendung einrichten →129,90 € für 6 Monate · 239,90 € für 12 Monate · 449,90 € für 24 Monate. Direkt bei der Deutschen Post kostet ein Auftrag über 6 Monate 31,90 € online.
Lieber selbst stellen? Anleitung: die drei Wege zum Nachsendeauftrag
Häufige Fragen zu Postlagerung und Nachsendeauftrag
Kann ich Postlagerung und Nachsendeauftrag gleichzeitig nutzen?
Sinnvoll ist das nicht, und die Deutsche Post sieht eine Kombination beider Services für dieselbe Adresse in ihren häufigen Fragen auch nicht vor: Entweder wird die Post gesammelt, oder sie wird umgeleitet. Nutzen Sie die Services deshalb zeitlich nacheinander — erst die Postlagerung während des Urlaubs, danach den Nachsendeauftrag für den Umzug. Sonderfälle klärt der Kundenservice der Post.
Wie lange kann die Post meine Briefe lagern?
Ein Lagerauftrag läuft höchstens einen Monat, mindestens einen Tag. Die Post wird dabei nicht in einer Filiale hinterlegt, sondern am bisherigen Zustellort gesammelt und nach dem Ende des Auftrags gebündelt zugestellt. Für längere Abwesenheiten lassen sich mehrere Aufträge hintereinanderlegen — eine ausdrückliche Regel dazu nennt die Post nicht, im Zweifel klärt das der Kundenservice. Alternativ kommt ein Nachsendeauftrag wegen vorübergehender Abwesenheit (14 Tage bis 6 Monate) an eine Vertrauensperson infrage.
Was kostet die Postlagerung bei der Deutschen Post?
Für Privatkunden kostet der Lagerservice der Deutschen Post 15,90 € bei Online-Bestellung und 17,90 € an der Poststation oder in der Filiale, jeweils für einen Zeitraum von bis zu einem Monat. Geschäftskunden zahlen 24,90 € online und 28,90 € an der Poststation oder in der Filiale. Zum Vergleich: Ein Nachsendeauftrag über sechs Monate kostet privat 31,90 € online.
Was passiert mit Paketen bei der Postlagerung?
Die Postlagerung gilt für Briefsendungen. Pakete und Einschreiben, die eine Unterschrift verlangen, werden nicht gelagert, sondern folgen den normalen Zustellversuchen. Auch der Nachsendeauftrag hilft hier nicht weiter: Er deckt ebenfalls nur Briefsendungen ab. Für Pakete brauchen Sie eine eigene Lösung, etwa eine Adressänderung direkt beim Absender oder eine Ablage im Paketshop.
Post lagern oder nachsenden: Was ist im Urlaub besser?
Im Urlaub lagern. Sie kommen an dieselbe Adresse zurück und sind in der Regel höchstens einen Monat weg — genau dafür ist der Lagerservice gebaut, und mit 15,90 € online ist er günstiger als ein Nachsendeauftrag über sechs Monate für 31,90 €. Eine Nachsendung ins Hotel oder in die Ferienwohnung bringt nichts, wenn Sie vor der Post wieder abreisen.
Was ist der Unterschied zwischen Postlagerung und Nachsendung?
Die Postlagerung sammelt Ihre Briefe am bisherigen Zustellort und stellt sie nach Auftragsende gebündelt zu — für höchstens einen Monat je Auftrag. Die Nachsendung leitet Ihre Briefe an eine andere Adresse um und stellt sie dort laufend zu — für sechs Monate je Auftrag. Lagern passt zur vorübergehenden Abwesenheit mit Rückkehr, Nachsenden zum Umzug oder zu einer längeren Abwesenheit, in der Sie erreichbar bleiben wollen.
Was mache ich, wenn ich länger als einen Monat weg bin, aber nicht umziehe?
Dann reicht die Laufzeit eines einzelnen Lagerauftrags nicht. Zwei Wege: ein weiterer Lagerauftrag, der an den ersten anschließt — ob das nahtlos möglich ist, klärt der Kundenservice der Post —, oder ein Nachsendeauftrag wegen vorübergehender Abwesenheit an eine Vertrauensperson. Dafür gelten 14 Tage Mindest- und sechs Monate Höchstlaufzeit; danach wird wieder an Ihre bisherige Adresse zugestellt. Wer in dieser Zeit auf Post reagieren muss, ist mit der zweiten Variante besser bedient.
Welche Lösung passt bei einem Auslandssemester?
Ein Nachsendeauftrag wegen vorübergehender Abwesenheit — entweder an eine Vertrauensperson in Deutschland oder direkt an die Adresse im Ausland. Ins Ausland werden allerdings nur Briefe und Postkarten nachgesendet, keine Einschreiben; die Nachsendung an die Eltern ist deshalb meist die praktischere Variante. Ein Lagerauftrag reicht wegen der Höchstdauer von einem Monat nicht aus.
Bietet nachsendeauftrag.help auch die Postlagerung an?
Nein. Wir richten ausschließlich Nachsendeaufträge bei der Deutschen Post ein — 129,90 € für 6 Monate, 239,90 € für 12 Monate, 449,90 € für 24 Monate, jeweils inklusive Postgebühren. Den Lagerservice bestellen Sie direkt bei der Deutschen Post; für einen Urlaub brauchen Sie uns nicht.
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